Trump verliert im eigenen Lager zunehmend an Rückhalt

Kurz vor Donald Trumps Rede beim Republikaner-Parteitag bröckelt laut Medien der Rückhalt des Präsidenten im eigenen Lager immer mehr. Mehr als 160 frühere Mitarbeiter des republikanischen Ex-Präsidenten George W. Bush und zweier republikanischer Präsidentschaftskandidaten sprechen sich offen für Trumps demokratischen Herausforderer Joe Biden aus, wie „New York Times“ und „Politico“ berichteten.

Die Gruppe wollte demnach am Donnerstag und Freitag drei offene Briefe veröffentlichen. Bei den Ex-Präsidentschaftskandidaten handelt es sich um John McCain und Mitt Romney, die Trumps Vorgänger Barack Obama 2008 beziehungsweise 2012 unterlagen.

Erst vor einigen Tagen hatten sich 27 ehemalige republikanische Abgeordnete für Biden ausgesprochen. Etwas mehr als zwei Monate vor der Präsidentenwahl am 3. November liegt der ehemalige Vizepräsident in Umfragen vor Trump. Kritik muss der Präsident vor allem für seinen Umgang mit der Corona-Pandemie einstecken. Die USA zählen mehr als 179.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Außerdem wurden Millionen US-Amerikaner arbeitslos.

Auf dem viertägigen Parteitag der Republikaner haben prominente Parteifreunde und Familienangehörige unter anderem damit für Trump geworben, dass der ehemalige Geschäftsmann die durch die Pandemie geschwächte US-Wirtschaft wieder in Schwung bringen werde. Umstritten ist das Vorhaben Trumps, seine Rede vor zahlreichen Anhängern im Garten des Weißen Hauses zu halten - wegen der Ansteckungsgefahr und wegen der Nutzung des Amtssitzes für parteipolitische Eigenwerbung.

Unterdessen kündigte Trumps Wahlkampfteam eine „harte Ansprache“ des US-Präsidenten zum Abschluss des Parteitags der Republikaner an. Der Kommunikationsdirektor des Teams, Tim Murtaugh, sagte, Trump werde in seiner „starken, harten Ansprache“ im Weißen Haus das „linksradikale Programm“ seines demokratischen Herausforderers Joe Biden angreifen. Biden sei ein „trojanisches Pferd“ der radikalen Linken und ein schwacher Kandidat mit einer politischen Bilanz von „47 Jahren des Scheiterns“, so der Kommunikationsdirektor.


Kommentieren


Schlagworte