Müll, Parkchaos, Camping trotz Verbots: Problem im Vomperloch wird angegangen

Den Verantwortlichen reicht’s. Sie haben sich zusammengesetzt und Maßnahmen gegen den Besucheransturm in der Klamm ausgearbeitet.

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Viele nutzen das Wasserbecken des Kraftwerks als Schwimmbad. Doch genau das will man künftig abdrehen.
© Naturpark Karwendel

Von Eva-Maria Fankhauser

Terfens – Was zu viel ist, ist zu viel. Von Müll, Parkchaos, Autos bis weit hinters Fahrverbotsschild, Zelten samt Feuerstelle trotz Camping- und Grillverbots bis hin zum Schwimmen im Wasserbecken des E-Werks – die Liste der Verstöße und Probleme im Vomperloch ist lang. Den Verantwortlichen reicht’s. Sie haben sich daher zusammengesetzt und Maßnahmen erarbeitet, um der Lage Herr zu werden.

„Es war ein gutes erstes Treffen. Die Problemstellungen wurden umrissen und verschiedene Maßnahmen diskutiert, und das auf eine wertschätzende Art“, erklärt Hermann Sonntag. Er ist Geschäftsführer des Naturparks Karwendel und seine Mitarbeiter hatten sich von den Ausschreitungen im Vomperloch an einem heißen Sommertag selbst ein Bild gemacht – die TT berichtete. „Den wertvollen Naturraum dort müssen wir schützen. Aber es geht auch um die Sicherheit der Leute. Denn der Bach kann innerhalb weniger Minunten anschwellen und zu einer großen Gefahr werden“, sagt Sonntag.

Das sieht auch BM Hubert Hußl so. Es müsse dringend etwas getan werden. Denn das Vomperloch habe schon immer viele Besucher angezogen, und das trotz des Aufenthaltsverbots beim Kraftwerk. Doch die Zahl der Besucher ist so angestiegen, „das eskaliert“, meint Hußl. Daher haben sich verschiedenste Vertreter – Gemeinden, TVB, Naturpark, Stadtwerke, Bezirkshauptmannschaft – erste Schritte überlegt. „Wir wollen die Bewusstseinsbildung intensivieren und auf die Gefahr dort auch bildlich hinweisen“, sagt Sonntag. Aber auch in den sozialen Netzwerken will man vermehrt auf Beiträge reagieren und fachlich informieren.

Ein weiterer Schritt betrifft die Parkplatzsituation. Es soll ein Konzept erstellt werden. Für BM Hußl ist klar: „Es braucht Parkverbote, damit weniger Leute in die Klamm gehen.“ Das bedeutet, dass die derzeitigen Parkflächen wohl wegfallen werden. „Wir müssen unsere Ideen nun rechtlich prüfen und schnellstmöglich reagieren“, sagt Hußl. Er ist froh, dass nun alle an einem Strang ziehen und zusammenarbeiten. Weitere Treffen sind geplant. Das sollen nicht die einzigen Maßnahmen bleiben.


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