Aufatmen am Vilsalpsee: Kuhattacke ohne strafrechtliche Folgen

Die Staatsanwaltschaft verfolgt den Stoß einer Kuh gegen eine deutsche Touristin nicht weiter. Im kommenden Jahr müssen einschneidende Maßnahmen gesetzt werden.

Die Hinweistafeln am Vilsalpsee sind eindeutig – trotzdem werden sie tagtäglich ignoriert.
© Gerhard Mader (RA-Kanzlei)

Von Helmut Mittermayr

Tannheim – „Wir sind schon auf Nadeln gesessen und waren selbstverständlich sehr erleichtert, als die Nachricht von unserem Anwalt gekommen ist“, erklärt Ludwig Lochbihler, Alpmeister am Vilsalpsee. Am 12. Juni hatten Kühe beim Vilsalpsee in Tannheim im Weidegebiet der Agrargemeinschaft Ross­alpe Wanderer attackiert, darunter auch ein Kind (die TT berichtete). Die zwei Pächter der Weide wurden bei der Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung angezeigt. Diese hatte in den letzten Wochen geprüft, ob ihnen eine Verletzung der Aufsichtspflicht vorzuwerfen ist. Zum Glück hatten sich die anfänglich vermuteten schweren Verletzungen einer Beteiligten nach eingehenden Untersuchungen am Klinikum Immenstadt im Allgäu „nur“ als schwere Prellungen herausgestellt. Der Reuttener Rechtsanwalt Gerhard Mader hat die Vertretung der beiden Tannheimertaler übernommen und konnte nun erreichen, dass das Ermittlungsverfahren eingestellt wird.

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