SPÖ drängt auf „Ärztepaket“ für Landeck: Stipendium für Studenten gefordert

Sehen ihren Einsatz zur Entschärfung des Ärztemangels als Verpflichtung: GR Simone Plangger und LA Benedikt Lentsch.
© Wenzel

Landeck – Beim Thema Ärztemangel in der Bezirksstadt (die TT berichtete) lässt die SP-Fraktion nicht locker: Gemeinderätin Simone Plangger sowie LA Benedikt Lentsch haben gestern erneut Druck gemacht und ihren Antrag auf ein monatliches 1000-Euro-Stipendium zur Unterstützung von Landecker Medizinstudenten erläutert. „Studierende sollen das Stipendium sechs Jahre bekommen und sich nach Abschluss ihrer Ausbildung verpflichten, zehn Jahre eine Ordination am Standort Landeck zu betreiben“, schilderte Plangger. Bei Studienabbruch oder vorzeitigem Standortwechsel müsste das Geld zurückgezahlt werden.

Die Hälfte der Stipendium-Kosten solle das Land übernehmen, plädiert LA Lentsch. Den entsprechenden Antrag werde er im Oktober-Landtag einbringen. Man wisse sehr wohl, dass diese Initiative keine Sofortlösung sei. „Aber wir sehen eine längerfristige Strategie, die auch in anderen Regionen Tirols realisiert werden könnte“, hoben die beiden SPÖ-Politiker hervor.

Kritik fasste Stadtchef VBM Thomas Hittler für seine Erklärung aus, die Stadt sei für die Arztbesetzung nicht zuständig. „Dazu haben wir eben nicht die Kompetenz“, sagte der Stadtchef am Freitag. „Aber ich führe mit Hochdruck Gespräche, etwa mit LR Tilg, um möglichst rasch Lösungen zu finden. Innovative Vorschläge wie jenen von der SPÖ kann ich nur begrüßen. Der Antrag wird im Sozialausschuss behandelt.“ (hwe)

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