Montenegro-Wahl - Regierende DPS laut Hochrechnungen voran

Die seit 1991 in Montenegro regierende Demokratische Partei der Sozialisten (DPS) von Milo Djukanovic liegt laut ersten Hochrechnungen nach der Parlamentswahl knapp in Führung. Laut Hochrechnungen der nicht-staatlichen Organisation CEMI nach Auszählung von rund der Hälfte aller Stimmen führt die DPS mit 34,2 Prozent nur knapp vor der oppositionellen pro-serbischen Allianz mit 33,7 Prozent.

Auch die ersten veröffentlichten Angaben der staatlichen Wahlkommission nach der Auszählung von knapp zwei Prozent der Stimmen verweisen auf einen erneuten Wahlsieg der DPS mit knapp 37 Prozent der Stimmen vor der pro-serbischen Opposition um die Demokratische Front (DF) mit 32,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 75 Prozent.

Der Wahlkampf war im Zeichen der durch das umstrittene Kirchengesetz weiter vertieften Spaltung zwischen den proeuropäischen und proserbischen Kräften und der Coronaviruskrise verlaufen. Mit den Appellen, die Stimme der Opposition zu geben, hat sich die serbisch-orthodoxe Kirche in den Wahlkampf dieses Mal direkt eingeschaltet. Sie befürchtet, dass die Umsetzung des im Dezember erlassenen Kirchengesetzes zum Verlust ihrer Besitztümer im Adria-Staat führen könnte. Gleichzeitig wurde an die Gläubigen auch appelliert, am Wahltag keine Kundgebungen abzuhalten, auch nicht die seit Dezember laufenden Protest-Prozessionen.

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