Montenegros Präsident verliert Mehrheit im Parlament

Nach fast 30 Jahren an der Macht hat der montenegrinische Präsident Milo Djukanovic eine herbe Niederlage einstecken müssen. Seine seit 1991 regierenden Sozialdemokraten (DPS) verloren zusammen mit den Bündnispartnern bei den Parlamentswahlen am Sonntag die Mehrheit, wie die Wahlkommission bei der Veröffentlichung des endgültigen Wahlergebnisses am Montag mitteilte.

Demnach sicherte sich die DPS am Sonntag 35,06 Prozent der Stimmen, gefolgt von der oppositionellen Allianz um die proserbische Demokratische Front (DF) mit 32,55 Prozent. Die Koalition um die Demokraten erreichte 12,53 Prozent und die Bürgerbewegung URA 5,53 Prozent.

Das nicht-staatliche CEMI errechnete bereits vergangene Nacht, dass die DPS nur mehr mit 30 anstatt wie bisher mit 36 Sitzen rechnen kann. Die DF kommt auf 27, die Demokraten auf 10 Sitze und die Bürgerbewegung URA auf vier. Die drei Oppositionsparteien haben somit die für die Regierungsbildung notwendigen 41 Mandate im Parlament.

Weitere zehn Sitze entfallen auf die potenziellen Bündnispartnern der DPS - zwei kleineren sozialdemokratischen Parteien und Listen der albanischen und bosniakischen Minderheiten.

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