Osttirol

Neue Ladestationen kommen: Lienz wird e-mobile Paradestadt

Vor dem Lienzer Schwimmbad steht schon seit einigen Jahren eine Stromtankstelle der Tiwag. Nun kommen neue Ladesäulen dazu.
© Oblasser

In den nächsten Wochen baut die Tiwag, verteilt über die Stadt, vier neue Ladestationen. Und zusätzlich zum E-Car-Sharing-Standort im Zentrum entstehen im Lienzer Süden weitere Leihstationen für E-Autos.

Von Catharina Oblasser

Lienz – Am 11. September stehen in Lienz vier gewerberechtliche Verhandlungen an. Es geht um neue Ladestationen für Elektroautos, errichtet von der Tiwag. Verläuft alles nach Plan, dann können die E-Ladesäulen innerhalb der darauffolgenden Wochen fertiggestellt werden: einmal beim Wohn- und Pflegeheim Lienz, einmal bei der Talstation des Hochstein-Liftes, einmal am Michaelsplatz und einmal am Stegergarten, dem großen Parkplatz vor dem Stadtzentrum. An diesem Ort wird das besonders schnelle Aufladen des E-Autos möglich sein. Auch vor dem städtischen Wasserwerk wird der Platz für eine Ladesäule vorbereitet, einige weitere Standorte im Lienzer Süden sind in Planung.

„Die Kosten belaufen sich auf 22 Cent pro Kilowattstunde“, heißt es von Seiten der Tiwag. Für ein durchschnittliches Elektroauto mit einer Batterieleistung von 52 Kilowattstunden kostet einmal Volltanken also rund zwölf Euro. Die Ladesäulen bieten zwei bis vier Autos zugleich Platz, so die Tiwag weiter. Wer tanken will, muss Kunde von Tiwag mobil werden und dazu eine kostenlose App herunterladen.

Hat jemand kein eigenes Elektroauto, kann er sich am E-Car-Sharing-Modell „Flugs“ beteiligen, das es seit etlichen Jahren in Osttirol gibt. Eines der mietbaren E-Autos steht am Stegergarten bereit, acht weitere sind über den Bezirk verteilt: von Prägraten bis Kals, von Obertilliach bis Innervillgraten, von Sillian bis Nikolsdorf. Ein weiteres Flugs-Fahrzeug hat seinen Parkplatz vor dem Lienzer Büro der Regionalenergie Osttirol, die das Car-Sharing-System leitet. Die Genossenschaft ist in Sachen E-Mobilitätskonzept die Kooperationspartnerin der Osttiroler Bezirkshauptstadt.

Demnächst will die Gemeindeführung zwei zusätzliche Standorte für den Flugs erörtern: einmal am Brixener Platz im Süden von Lienz und einmal am Michaelsplatz, der ganz in der Nähe des Bezirkskrankenhauses liegt. „Wir werden die gewerberechtliche Verhandlung für die Tiwag-Ladesäulen abwarten“, erklärt die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. „Dann gehen wir die neuen E-Car-Sharing-Plätze an.“

Zu zahlen sind die Grabungsarbeiten für die Ladesäulen, außerdem eine Betriebspauschale. Da sich andere Nutznießer der E-Auto-Struktur beteiligen – etwa der TVB –, bleiben der Stadt rund 30.000 Euro an Kosten.

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Catharina Oblasser

Catharina Oblasser

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