Israel griff Ziele in Syrien an: Laut Staatsmedien zwei Tote

Bei israelischen Luftangriffen südlich der Hauptstadt Damaskus sind laut der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana zwei Soldaten getötet und sieben weitere verletzt worden. Die Schläge hätten sich gegen Militärposten gerichtet, hieß es am Montagabend unter Berufung auf Militärkreise. Israel bombardiert immer wieder Ziele im benachbarten Bürgerkriegsland, bestätigt Einsätze aber nur selten.

„Der israelische Angriff führte zum Tod von zwei Märtyrern und sieben Soldaten wurden verwundet“, hieß es in der staatlichen Mitteilung. Es habe auch Sachschäden gegeben. Die syrische Luftabwehr habe mehrere Raketen abgefangen. Angesichts der israelischen Angriffe sei das syrische Luftabwehrsystem aktiviert wurden, berichtete Sana weiter. Aktivisten zufolge galten die Angriffe Stellungen der Regierungstruppen und der schiitischen Hisbollah-Miliz, die an der Seite der Armee kämpft.

Israel bombardiert immer wieder Ziele im benachbarten Bürgerkriegsland. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 hat die israelische Armee schon hunderte Luftangriffe gegen die syrischen Regierungstruppen und ihre Verbündeten geflogen. Israel selbst bestätigt nur selten Militäreinsätze in Syrien.

Die Angriffe richten sich meistens gegen Truppen und Einrichtungen, die mit dem schiitischen Iran in Verbindung gebracht werden. Teheran sieht in Israel einen Erzfeind und ist zugleich im syrischen Bürgerkrieg ein enger Verbündeter von Machthaber Bashar al-Assad. Israel will verhindern, dass der Iran dort seinen Einfluss weiter ausbaut.

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Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zielten die Angriffe auf syrische Militärposten. Dort seien Milizkämpfer der vom Iran unterstützten libanesischen Hisbollah stationiert. Die Beobachtungsstelle ist in Großbritannien ansässig, ihre Angaben sind nur schwer verifizierbar.


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