Umziehen für die Lehrstelle: Menschen sollen überregional vermittelt werden

Wer für den Job umzieht, soll finanziell unterstützt werden.
© Erwin Wodicka

Wien –Die Idee ist nicht neu, nun soll sie ein Schlüssel am Arbeitsmarkt sein: die Vermittlung von Jobsuchenden über die Bundesländergrenzen hinweg. Überregional vermittelt werden sollen einerseits junge Menschen auf der Suche nach einer Lehrstelle, aber auch ältere Arbeitslose ohne Betreuungspflichten. Das stellten gestern Arbeitsministerin Christine Aschbacher und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (beide ÖVP) in Aussicht.

„Bei den Lehrstellen gibt es ein Stadt-Land-Gefälle“, sagte Aschbacher mit Blick auf die Zahlen. Während es in einigen Bundesländern mehr offene Lehrstellen als Interessierte gebe – in Tirol waren Ende August 1705 Lehrstellen gemeldet, auf der Suche nach einer Lehrstelle waren nur 932 Personen –, kommen in Wien auf jede Lehrstelle neun Suchende. Mit dem Projekt „Just2Job“ sollen 1000 Jugendliche, die für eine Ausbildung in ein anderes Bundesland ziehen, unterstützt werden. „Wir wollen Mobilität und Flexibilität unterstützen“, so Aschbacher. Das Projekt soll mit 12 Mio. Euro finanziert werden, die für Übersiedlungskosten oder die Wohnungssuche genutzt werden können.

Als nächsten Schritt werde man sich „später sicher ansehen“, wie man auch ältere Arbeitssuchende dazu motivieren kann, Jobs in anderen Bundesländern anzunehmen, kündigte Wirtschaftsministerin Schramböck an. Der Wunsch der Unternehmer sei da, sagte sie: „Die Betriebe sagen, sie sind dazu bereit.“ Ob Arbeitslosengeld-Bezieher mögliche Strafen drohen, ist offen. (ritz)

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