Trump verspricht Wisconsin 42 Mio. US-Dollar für Sicherheit

US-Präsident Donald Trump hat bei seinem umstrittenen Besuch in Kenosha mehr Mittel für die öffentliche Sicherheit in Aussicht gestellt. Dem gesamten Staat Wisconsin würden 42 Millionen Dollar (35,18 Mio. Euro) für die öffentliche Sicherheit bereitgestellt, sagte am Dienstag der Republikaner, der im November wiedergewählt werden will.

Die Strafverfolgungsbehörden in der Stadt, in der es nach den Schüssen eines weißen Polizisten auf einen Schwarzen zu teils gewaltsamen Protesten kam, würden eine Millionen Dollar an Bundesmitteln erhalten, sagte Trump nach seiner Ankunft. Zudem sollten die Geschäfte, die durch die Auseinandersetzungen Schaden erlitten hätten, mit fast vier Millionen Dollar unterstützt werden.

Kenosha ist zu einem Brennpunkt der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt geworden. Am Sonntag vor einer Woche hatte ein Polizist dem 29-jährigen Jacob Blake mehrfach aus nächster Distanz in den Rücken geschossen. Der Familienvater überlebte schwer verletzt. Darauf kam es zu Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt sowie zu Gegendemonstrationen. Bei Zusammenstößen zwischen den beiden Gruppen hat mutmaßlich ein 17-jähriger Weißer zwei Menschen, die gegen Rassismus protestiert hatten, erschossen und einen dritten verletzt. Er ist wegen Mordes angeklagt.

Anlässlich Trumps Besuch versammelten sich am Straßenrand sowohl Anhänger als auch Gegner des Präsidenten. Polizisten in Schutzausrüstung sorgten dafür, dass sein Tross freie Bahn hatte. Störungen gab es zunächst keine. Sowohl Wisconsins Gouverneur als auch der Bürgermeister von Kenosha hatten Trump öffentlich darum gebeten, nicht zu kommen, weil sie befürchten, dass seine Gegenwart die Situation zusätzlich anheizen könnte.

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