„Charlie-Hebdo“-Terroranschlag: Prozess beginnt in Paris

Rund fünfeinhalb Jahre nach dem verheerenden islamistischen Terroranschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und einen koscheren Supermarkt beginnt am Mittwoch in Paris der Strafprozess gegen mutmaßliche Helfer. Bei der Anschlagsserie im Jänner 2015 wurden insgesamt 17 Menschen getötet. Die drei Täter wurden von Sicherheitskräften erschossen.

Angeklagt sind 14 Menschen, drei davon sind aber flüchtig. Es geht überwiegend um Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Innenminister Gérald Darmanin nannte den Prozess, der bis Mitte November dauern soll, historisch. Frankreich wird seit Jahren von islamistisch motivierten Terrorakten erschüttert - mehr als 250 Menschen kamen dabei ums Leben.

„Charlie Hebdo“ kündigte unmittelbar vor Beginn des Prozesses an, bereits früher veröffentlichte Mohammed-Karikaturen auf das Titelblatt der neuen Ausgabe zu heben. Mohammed-Karikaturen galten als Hintergrund der Attacke auf die Redaktion.

Die Anschlagsserie in Frankreich erregte damals enormes Aufsehen und sorgte für weltweite Bestürzung. Eine Welle der Solidarität unter dem Schlagwort „Je suis Charlie“ („Ich bin Charlie“) prägte die Zeit nach den Attacken.

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