Lampedusa erhält Quarantäneschiffe und Finanzierungen

Die mit starken Migrationsbewegungen konfrontierte süditalienischen Insel Lampedusa erhält Unterstützung von der Regierung in Rom. Bis Donnerstag sollen drei Quarantäneschiffe vor der Insel vor Anker liegen, um die im Flüchtlingslager Lampedusas untergebrachten Migranten aufzunehmen, berichteten italienische Medien am Mittwoch. Damit soll der überfüllte Hotspot entlastet werden.

Regierungschef Giuseppe Conte, der am Mittwoch ein Treffen mit Lampedusas Bürgermeister Salvatore Martello und dem sizilianischen Präsidenten Nello Musumeci plant, verspricht der Kleininsel zwischen Tunesien und Sizilien finanzielle Unterstützung. So sollen vor allem der Tourismus und die Fischerei gefördert werden. Finanziert wird auch die Sanierung des Hafens der Insel, in dem Dutzende Boote liegen. Conte habe seine Bereitschaft signalisiert, Lampedusa zu besuchen, berichtete Martello.

Lampedusa ist seit Monaten mit einer hohen Zahl von Migrantenankünften, vor allem aus Tunesien, konfrontiert. 19.379 Geflüchtete sind seit Anfang 2020 in Italien nach Fahrten über das Mittelmeer eingetroffen, teilte das Innenministerium in Rom mit. Im Vergleichszeitraum 2019 waren es 5.253.

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