Der Vinzibus war während des Lockdown stark gefragt

In Jochberg wurde Tirols 80. Vinzenzgemeinschaft gegründet. Helmut Gatterer übernimmt die Funktion des geistlichen Beirats.

Die Vinzenzgemeinschaften in Tirol gut aufgestellt sehen (von links) der neue geistliche Beirat Helmut Gatterer, Präsidentin Karoline Knitel und Ehrenpräsident Christoph Wötzer.
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Innsbruck – Vieles neu bei den Tiroler Vinzenzgemeinschaften. Bereits im November des Vorjahres gründete sich in Jochberg die 80. Gruppe in Tirol und die erste im Bezirk Kitzbühel. Rund 770 Mitglieder setzen sich damit jetzt landesweit ehrenamtlich für die Menschen in ihren Heimatgemeinden ein. Helmut Gatterer, Priester in der Pfarre Maria am Gestade in Innsbruck, fungiert als neuer geistlicher Beirat.

Wie für viele andere sei auch für Tirols Vinzenzgemeinschaften die Zeit des Lockdowns besonders herausfordernd gewesen, sagte Präsidentin Karoline Knitel gestern bei einem Pressegespräch. Ob etwa der Vinzibus in Innsbruck, der warmes Essen und Getränke an Bedürftige verteilt, überhaupt angeboten werden kann, sei lange unklar gewesen. „Schließlich fuhr er die ganze Lockdownzeit durch“, berichtet Knitel. Dieses Angebot sei „sehr gut angenommen worden. Auch weil andere Einrichtungen geschlossen waren, haben wir rund 30 Prozent mehr Mahlzeiten verteilt.“

In der Hochphase der Corona-Pandemie habe sich ohnehin gezeigt, wie wichtig die Arbeit der Vinzenzgemeinschaften sei, sagte Ehrenpräsident Christoph Wötzer. „Wir helfen in materieller und seelischer Not.“ Den Helfern selbst ein Beistand sein will der neue geistliche Beirat Helmut Gatterer. Er wolle „die Leute motivieren“, ihren Nächsten unter die Arme zu greifen. „Jedem Menschen soll es halbwegs gut gehen.“ (bfk)


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