Steudltenn-Festival: Theaterspaziergänge durchs pandemische Panorama

Die Frage, wie auf die nach wie vor volatile Corona-Situation reagiert werden kann, stellt die Theatermacherinnen und Theatermacher derzeit vor vielfältige Aufgaben.

Das Team in einer Probenpause (v. l.): Gerhard Kainzner (Bühne), Jasmin Mairhofer, Klaus Rohrmoser (Autor, Regie), Judith Keller, Edwin Hochmuth, Francesco Cirolini, Stefanie Früholz und Hakon Hirzenberger (Autor und Ideengeber).
© Steudltenn

Uderns – Die Frage, wie auf die nach wie vor volatile Corona-Situation reagiert werden kann, stellt die Theatermacherinnen und Theatermacher derzeit vor vielfältige Aufgaben. Manche sind räumliche (und damit letztlich auch finanzielle) Rechenaufgaben. Andere sind inhaltlicher Natur: Wie soll von dem, was war, dem, was noch kommen könnte – und dem, was daraus gemacht werden sollte, erzählt werden?

Beim Zillertaler Steudltenn-Festival wird ab heute szenisch darüber nachgedacht: in Form eines Theaterspaziergangs durchs pandemische Panorama. Die Idee zum Stationenstück „Der Hausverstand und die Eigenverantwortung“ hatte Festival-Leiter Hakon Hirzenberger: fünf Texte von fünf Autorinnen und Autoren, geschrieben für jeweils einen Darsteller, die an verschiedenen Orten auf dem Steudltenn-Gelände gespielt werden.

Autor Uli Brée und Schauspielerin Jasmin Mairhofer etwa beschäftigen Verschwörungsmythen. Sophie Reyer und Judith Keller denken übers Home-Office nach, Sarah Milena Rendel hat für Stefanie Früholz über Übermut und Apathie im Lockdown geschrieben, Hakon Hirzenberger und Edwin Hochmuth verpflichten sich zur Erdbeer­ernte und Klaus Rohrmoser lässt Francesco Cirolini bei gemischtem Satz über ansteckende Sätze sinnieren.

Rohrmoser hat die Monodramen szenisch eingerichtet. Gespielt wird „Der Hausverstand und die Eigenverantwortung“ bis 6. September. Viermal täglich ab 18 Uhr. (jole)


Kommentieren


Schlagworte