Nur noch zwei Legionäre im Team: Schwaz forciert den Eigenbau

Zum Auftakt der spusu-Liga-Saison morgen (18.30/live laola1.tv) gegen Krems will Neuzugang Gerald Zeiner mit Sparkasse Schwaz Handball Tirol zwei Punkte einfahren.

Die Schwazer Routiniers Zeiner, Wanitschek und Wöss (v. l.) sollen die jungen Spieler zum Sieg führen.
© Thomas Boehm / TT

Von Benjamin Kiechl

Schwaz – Mit zwei „Riesen“ als Neuzugängen kehren die Schwazer Handballer endlich in die Osthalle zurück. Neben Goalie-Rückkehrer Aliaksei Kishou (1,93 Meter, kommt von Ska Minsk) will vor allem Rückraumspieler Gerald Zeiner nach Meister-Jahren beim HC Hard in Tirol seine Spuren hinterlassen. Es ist Erntezeit, wie der gebürtige Kremser gestern beim Presse­gespräch in der Sparkasse Schwaz anmerkte.

Für den 1,90 Meter großen Niederösterreicher („Meine Schwiegereltern haben ein Weingut“) hängen die Trauben in der spusu-Liga mit Schwaz hoch. Nachdem man in der Vorsaison erstmals ins obere Play-off eingezogen ist, bleibt auch dieses Jahr das Viertelfinale das oberste Ziel. „Ich habe mich vom ersten Tag an super aufgenommen gefühlt“, erzählt Zeiner, der auf das Auftaktspiel morgen (18.30 Uhr) auswärts in Krems brennt. „Natürlich ist es für mich etwas Besonderes, gegen meine Geburtsstadt zu spielen.“ Zeiner rechnet sich gegen die Wachaue­r, bei denen der Tiroler Thomas Kandolf im Frühling überraschend seine Karriere beendete, einiges aus, denn „sie sind nach sieben, acht Abgängen und drei Neuzugängen sicher noch nicht eingespielt“.

Trainer Frank Bergemann nickt bei den Worten seines Neuzugangs. „Wir waren in Krems oft nah dran, standen aber am Ende immer mit einer leeren Tasche da“, hofft der Trainerfuchs aus Bayer­n auf fette Beute und zwei Punkte zum Liga-Auftakt.

Bergemann streicht die Professionalität seiner Mannschaft in der Vorbereitung heraus. „Die Spieler sind nach der Quarantäne in einem guten Zustand zum Training gekommen. Das Wehklagen hat sich in Grenzen gehalten und wir haben mit einer Freude trainiert, als wäre nichts gewesen.“ Den Einzug ins Finale des Euregio-Cups (Termin offen) nehme man gerne mit.

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"Gelgenheit sich zu beweisen"

Der Kader hat sich weiter verjüngt, wie der sportliche Leiter Thomas Lintner hervorstreicht. Nach vier Abgängen (Alexander Pyshkin, Jost Perovsek, Florian Deifl und Sebastian Feichtinger) gibt es mit Petar Medic und Goalie Aliaksei Kishou nur noch zwei Legionäre. Dafür holte man mit Christoph Demmerer, Simon Arnold und Thomas Wörgötter drei Talente in die erste Mannschaft. Lintner: „Unser Nachwuchs kann sich sehen lassen.“

Trainer Bergemann will Eigenbauspieler weiter forcieren und sieht eine große Chance für die Jungen. „Viel­e sitzen in den Startlöchern. Jetzt ist die Gelegenheit, sich zu beweisen.“ Bei den Legionären einzusparen, hat natürlich auch wirtschaftliche Vorteile und schont in Zeiten der Krise die Geldtasche. Hier gibt es erfreulicherweise von Hauptsponsor Sparkasse Schwaz ein klares Bekenntnis. „Wir lassen den Verein nicht im Stich, der Sponsorbeitrag bleibt gleich“, betont Sparkasse-Obmann Bernhard Plattner, als er von Schwaz-Obmann Klaus Hauser ein Dress überreicht bekommt.


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