Viel mehr als Tacos und Drogen: Tirolerin gewährt Einblicke in mexikanischen Alltag

Die Tirolerin Dorothee Bliem (28) tauchte knapp zwei Jahre in den mexikanischen Alltag ein. Sie lernte, den Zufall zu lieben, trank Bier mit Tomatensaft und schrieb ein Buch über diese Zeit.

„Mexiko hat viele Gesichter. Oft strahlt es.“ So hat Dorothee Bliem ein Land erlebt, von dem viele ein falsches Bild haben. Auch sie trat in Fettnäpfchen, wie mit ihrem „Poncho“. Ihr Buch ist voller amüsanter Alltagserlebnisse.
© Vanessa Rachlé / TT

Von Matthias Christler

Innsbruck – Zwei Jahre in einem anderen Land legt man nicht ab wie einen Umhang, es bleibt bei einem. Als Dorothee Bliem diese Woche für Fotoaufnahmen auf einer Terrasse steht, unter sich das Dächermeer Innsbrucks, wird die 28-jährige gebürtige Wörglerin für ein paar Augenblicke wieder zu Doro, der Mexikanerin. Und das liegt nicht an dem „Poncho“, der kein „Poncho“ ist – dazu später. Sie hat eine Verbindung, die tiefer geht. Gemeint sind nicht die Ohrringe in den Nationalfarben, die sie zum mexikanischen Unabhängigkeitstag gekauft hat und heute wieder trägt. „Ich denke jeden Tag an Mexiko“, sagt sie und es scheint, als würden ihre Augen zu strahlen beginnen, als sie an dieses Land denkt. In Händen hält sie das Buch „Diese Mutter ist voll Vater“, in dem sie ihren Streifzug durch einen Alltagsdschungel beschreibt, abseits fast aller Klischees.

Kostenlos registrieren und weiterlesen

Dieser Exklusiv-Artikel ist nur für Nutzer verfügbar, die sich kostenlos auf tt.com registriert haben.

Jetzt kostenlos registrieren
Ich bin bereits registriert und möchte mich anmelden

Kommentieren


Schlagworte