Syrische Armee fing offenbar israelische Raketen ab

Die syrische Regierungsarmee hat nach eigenen Angaben einen israelischen Raketenangriff abgefangen. Der Angriff vom Mittwoch habe sich gegen eine Luftwaffenbasis gerichtet, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur SANA unter Berufung auf eine Quelle im Militär.

Ein israelisches Kampfflugzeug habe dabei mehrere Raketen abgefeuert. Die meisten davon seien von der syrischen Luftabwehr abgefangen worden.

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte richtete sich der Angriff gegen eine Luftwaffenbasis der Truppen von Machthaber Bashar al-Assad in der zentralsyrischen Provinz Homs. Israel sei „wahrscheinlich“ für den Angriff verantwortlich, erklärte die Organisation.

Israel hatte laut der Beobachtungsstelle bereits zuvor in der Woche mehrere Luftangriffe in Syrien geführt. Am Montag beschoss die israelische Armee demnach unter anderem mehrere Militärstützpunkte im Süden der Hauptstadt Damaskus. Dabei wurden der Beobachtungsstelle zufolge elf Menschen getötet. Bei ihnen handle es sich um einen Zivilisten, drei Regierungssoldaten sowie sieben regierungstreue ausländische Kämpfer.

Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen aus einem Netz von Informanten vor Ort. Ihre Angaben lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011 hat die israelische Armee schon Hunderte Luftangriffe gegen die syrischen Regierungstruppen und ihre iranischen Verbündeten geflogen. Israel will damit verhindern, dass der Iran seinen Einfluss in Syrien ausdehnt. Die israelische Regierung und Armee bestätigen aber nur selten Militäreinsätze in dem Nachbarland.


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