Doppelwohnhaus mit Aussicht: Ein Traum am Mieminger Plateau

Zwei befreundete Familien teilen sich Zufahrt, Garten sowie Pool und genießen dennoch viel Privatsphäre in ihrer eigenen, individuell geplanten Wohnhaushälfte auf einem Grundstück am Mieminger Plateau.

Gestalterisch lehnten sich die Architekten mit den leicht geneigten Satteldächern an das alte Gebäude an.
© Andreas Wimmer

Von Caterina Molzer-Sauper

Mieming – Vor einiger Zeit stand noch ein Einfamilienhaus aus den 70er-Jahren auf dem länglich geschnittenen Grundstück, welches damals vom Vater des heutigen Architekten entworfen wurde. Dank der geschickten, sensiblen Planung des Innsbrucker Architektenteams Stöger + Zelger können heute zwei Familien in ihren Doppelhaushälften das Leben genießen. Im Sinne einer gelungenen Nachverdichtung und im Rahmen eines wirtschaftlichen Budgetrahmens wurden die Verkehrsflächen entlang des neuen, kompakten Gebäudes in Massivholz-Bauweise so gering wie möglich gehalten und so blieb auch ausreichend Platz für einen schönen Gartenbereich mit Pool in südwestlicher Richtung. Sogar ein Doppelcarport mit anschließendem Geräteraum fand für beide Einheiten Platz.

Doppelwohnhaus mit Aussicht

1 von 3

Schlicht und warm erstrahlen die lichtdurchfluteten Wohnräume des Doppelwohnhauses mit herrlicher Aussicht.

© Andreas Wimmer

© Andreas Wimmer

>

Das betonierte Kellergeschoß mit Lager-, Technik- und Werkstattflächen ist für beide Familien auch extern vom Carportbereich aus zugängig. Der Wunsch nach einem nachhaltigen und ökologisch wertvollen Holzbau stand von Beginn an bei Bauherren und Architekten an erster Stelle und so sorgen Holzoberflächen an der Fassade und in den Innenräumen heute für viel Wärme und Wohlbehagen. „Mir war es sehr wichtig, dass sich das Gebäude mit seiner dunklen Holzfassade gut in die herrliche Naturlandschaft einfügt und die schöne Sicht auf die dahinterliegende, helle Kirche nicht zu sehr stört. Auch die Transparenz innerhalb der Häuser und hinaus in die Natur war uns als Architekten ein großes Anliegen“, so Architekt Christoph Zelger.

Nachdem die beiden Baukörper mit 126 und 136 Quadratmetern Wohnfläche leicht versetzt aneinandergebaut sind, bleiben für beide Hälften geschützte Außenbereiche mit viel Privatsphäre und freie Ausblicke in drei Himmelsrichtungen. Ein bewusst gesetzter Einschnitt zwischen den beiden Obergeschoßen mit intensiv begrüntem Dachgarten verdeutlicht, dass es sich um zwei Baukörper handelt, die individuell funktionieren und doch perfekt miteinander harmonieren.

In beiden Häusern gelangt man über eine lichtdurchflutete Garderobe, an einer schwebend leicht konstruierten Holztreppe vorbei in den offenen Küchen-Ess-Wohnbereich mit angeschlossener Speis. Auch ein Zimmer mit Bad kann jeweils auf Erdgeschoßniveau von Gästen genützt werden. Eines der beiden Häuser verfügt über einen Luftraum über dem Wohnbereich und hat damit eine Sichtverbindung zum Obergeschoß. Über große Glas-Schiebe-Elemente verbinden sich die Wohnräume mit den überdachten Terrassen und weiter mit dem Garten rundum. Nachdem beide Hausbesitzer Hobbyköche und Tierliebhaber sind, ist diese offene, helle Wohnebene Treffpunkt und Herzstück der beiden Häuser. Auch für diverse Kunstobjekte stehen große Wandflächen zur Verfügung und geben den Objekten den passenden Hintergrund.

TT-ePaper gratis testen und eine von fünf Snow Cards Tirol gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

Im Obergeschoß bleibt beiden Familien viel Platz für ein großzügiges Schlafzimmer mit Schrankraum, Wellnessbad, Sauna und eine weitere Terrasse mit Privatsphäre. Ein Arbeits- bzw. Gästezimmer ergänzt das Raumprogramm auf dieser Ebene.


Kommentieren


Schlagworte