Die Golden Roof Challenge glänzt heuer mit Preiner in Bronze

Mit der WM-Dritten Verena Preiner tritt Österreichs Leichtathletik-Ass morgen bei der Golden Roof Challenge (17.45 Uhr) an. Dort wird alles anders.

Die WM-Dritte Verena Preiner feiert morgen im Weitsprung-Bewerb ihre Premiere bei der Golden Roof Challenge in Innsbruck.
© gepa

Von Roman Stelzl

Innsbruck – So manch einer kommt sich beim Blick auf die stark besetzte Teilnehmerliste der Golden Roof Challenge verloren vor. Auch wenn das Feld noch so sehr vor WM-Medaillengewinnern und Spitzenathleten strotzt, ist hierzulande nur ein Name ein wirklicher Begriff: Verena Preiner.

Die 25-jährige Oberösterreicherin ist das Gesicht der morgigen 16. Auflage der Golden Roof Challenge in Innsbruck (17.45 Uhr, Annasäule). Und das aus gutem Grund: Preiner war über Wochen und Monate hinweg auch das Gesicht der österreichischen Leichtathletik-Szene. Genauer gesagt seit Oktober 2019. Seit dem Gewinn von WM-Bronze im Siebenkampf von Doha, als die 1,77 Meter große Mathematik- und Biologie-Studentin zur Vorzeige-Athletin avancierte. Preiner wurde Aufsteigerin des Jahres, Leichtathletin des Jahres – und selbst ihre für 2021 angekündigte Hochzeit und ihr neuer Nachname (Mayr) fanden den Weg in die „Seitenblicke“.

­Es war ein Start von null auf 100. Doch Preiner selbst kostet das heute nur noch ein Schmunzeln. „Die mediale Präsenz ist sicher viel mehr geworden, und bei Wettkämpfen schauen jetzt viele auf mich. Aber ich bin immer noch dieselbe Athletin wie davor“, sagt die selbst ernannte Perfektionistin, die sich mit 6560 Punkten WM-Bronze gesichert hatte. Den österreichischen Rekord (6590) stellte Preiner wenige Wochen zuvor in Ratingen (GER) auf, im Weitsprung endete der Sprung bei der persönlichen Bestweite von 6,36 Metern. Weiter, als es morgen gehen wird.

Knöchelverletzung bremste Preiner aus

Denn mit der Corona-Pandemie, dem Lockdown und dem Ungewissen kam auch eine Verletzung. Im Juni riss sich Preiner Bänder und Sehnen im rechten Sprunggelenk ein. Im August legte sie die ohnedies schwierige Siebenkampf-Saison frühzeitig ad acta. Im Formtest für Innsbruck ging es im Weitsprung in ihrer Heimat Ebensee auf 6,11 Meter. „Mir geht es gut, der Knöchel ist verheilt. Ich habe keine Beschwerden mehr und fühle mich fit“, blickt Preiner auf den Wettkampf voraus. Chancen wird sie im Top-Feld kaum haben, dafür darf sie sich auf eine Premiere freuen: „Ich war noch nie bei der Golden Roof Challenge dabei. Es ist immer was Besonderes, wenn man in der Stadt Wettkämpfe bestreiten kann.“

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Und bei dieser Premiere wird alles neu: Statt vor dem Goldenen Dachl wird wegen einer Baustelle bei der Anna­säule gesprungen – aufgrund der Corona-Pandemie sind nur 750 Zuschauer (freier Eintritt) auf Sitzplätzen zugelassen. Und eine neue Sprunganlage soll für neue Höhenflüge sorgen.

Schlechte Nachrichten gibt es von Ivona Dadic: Die Siebenkämpferin sollte heute in Brüssel (BEL) ihre Diamond-League-Premiere geben, wurde aber gestern positiv auf Covid-19 getestet. Damit ist erst mal Quarantäne angesagt.


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