Krassnitzer über Tatort-Kommissar: „Eisner ist für mich immer Neuland“

Harald Krassnitzer wird am 10. September 60 Jahre alt. Heute ermittelt er als Moritz Eisner in seinem 49. „Tatort“.

Harald Krassnitzer wurde am 10. September in Gröding geboren. Seit 1999 verkörpert er den österreichischen „Tatort“-Ermittler Moritz Eisner.
© ORF/Allegro Film/Hubert Mican

Sie spielen den Tatort-Kommissar Moritz Eisner seit mehr als zwanzig Jahren. „Pumpen“, Ihr 49. Fall, wird heute Abend ausgestrahlt. Fall Nummer 50 ist bereits abgedreht. Bedeuten Ihnen solche Jubiläen etwas?

Harald Krassnitzer: Viel kann ich mit diesen Zahlen nicht anfangen. Jubiläen sind ein gutes Mittel, um Marketing zu machen. Mir geht es um die Arbeit – und die nehme ich anders wahr. Wir drehen zwei, manchmal drei „Tatort“-Filme im Jahr. Bei jedem fangen wir neu an: eine neue Geschichte, ein anderer Hintergrund, manchmal mit anderen Autorinnen und Autoren, anderen Regisseurinnen und Regisseuren. Jeder Film hat seine Handschrift, seine Partitur. Das macht es spannend. Darauf bin ich neugierig.

Trotzdem: Wenn man eine Rolle seit zwei Jahrzehnten spielt, kennt man sie und ihre Marotten besser als mancher Drehbuchautor.

Krassnitzer: Da bin ich mir nicht so sicher. Wie oft passiert es, dass man glaubt, jemanden gut zu kennen – und dann passiert etwas und man muss feststellen, dass er oder sie eigentlich ganz anders ist? Die Menschen verändern sich. Und auch der Eisner ist für mich immer wieder Neuland. Ich muss mich immer wieder neu auf ihn einstellen. Auch deshalb fehlt mir vielleicht das Gefühl für die Zeit. Es kommt mir immer vor wie gestern. Und deshalb freu’ ich mich auch tierisch, dass wir, wenn alles gut geht, am 24. September mit einer neuen Geschichte anfangen. Wir sind gerade dabei, die Silberfeile anzulegen.

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