"Vortex" von Helmut Schober: Von einem, der malend ins Universum wirbelt

Der 30-jährige Helmut Schober 1977 bei der documenta 6 in Kassel währen­d der Performance seines „Glasstücks“.
© Schober

Innsbruck – Dass es dort, wo die Wissenschaft an ihre Grenzen stößt, die Kunst braucht, um neue Territorien des Denkens und Wissens zu erkunden, davon ist Helmut Schober überzeugt. Um seit Jahren in großformatigen Bildern malend ins Universum zu wirbeln. Der Grund, weshalb der 73-jährige, in Mailand lebende Innsbrucker die soeben erschienene, sein Lebenswerk dokumentierende Monografie auch „Vortex“ nennt, ein Begriff, der u. a. die strudelnden Bewegungen der Galaxien meint.

Das Buch ist eines, das schön aufzeigt, was Helmut Schober alles ist bzw. war. Erinnert an sein höchst interessantes bildhauerisches und performatives Tun, das ihm 1977 immerhin eine Einladung zur documenta 6 eingebracht hat, bevor er sich um die 1980er-Jahre ganz der Malerei verschrieben hat.

Mit Dieter Ronte führt der beste Kenner von Schobers Werk in dieses ein. In dem es nicht etwa um „verklärende Schönheit, sondern eine gemalte Philosophie“ gehe, „die viele Fragen stellt“. (schlo)

Buchtipp Helmut Schober. Vortex. Hg. Dieter Ronte. 160 S., 100 Abb., Hirmer Verlag, 41,10 Euro.


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