Rund 30 Fälle in Offiziersschule in Israel

In einer Offiziersschule in Israel sind nach Angaben des Militärs rund 30 Corona-Infektionen entdeckt worden. Dutzende Soldaten seien in Quarantäne geschickt worden, teilte die Armee am Freitag bei Twitter mit. Die Soldaten seien getestet worden, nachdem auf dem Stützpunkt zwei Fälle bekanntgeworden seien. Indes geht in Gaza die Angst vor einem massiven Corona-Ausbruch um.

Israel veröffentlicht die Zahl seiner Soldaten aus Sicherheitsgründen nicht. Sie wird auf rund 170.000 aktive Soldaten und 445.000 Reservisten geschätzt. Nach Angaben der Armee sind derzeit 372 Soldaten mit dem Virus infiziert. In Quarantäne befinden sich demnach 3.965 Soldaten und Mitarbeiter.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen war in Israel in den vergangenen Tagen auf immer neue Rekordwerte gestiegen. Am Mittwoch wurde erstmals die Marke von 3.000 neuen Fällen an einem Tag überschritten. Am Donnerstag waren es laut Gesundheitsministerium 2.766 Neuinfektionen - der zweithöchste jemals erfasste Wert. Die Regierung will ab Montag in besonders betroffenen Orten Lockdown-Maßnahmen umsetzen, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Hohe Fallzahlen gibt es derzeit etwa unter jungen Menschen sowie in arabischen und ultraorthodoxen Gemeinden.

Auch im von der islamistischen Hamas regierten Gazastreifen wurden seit Ende August Hunderte Neuinfektionen registriert. Ein unkontrollierter Ausbruch in dem dicht besiedelten Küstengebiet gilt als Horrorszenario. Zur Unterstützung trafen am Freitag fünf Minister aus der Regierung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Gazastreifen ein. Lokale Beobachter gingen davon aus, dass ihr Besuch die Versöhnung der Fatah von Abbas und der Hamas vorantreiben könnte.


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