„Mulan“-Regisseurin Caro: „Männer, nehmt euch in Acht!“

Niki Caro stellte sich ihrer Angst und verfilmte den Animationsfilm „Mulan“ mit realen Schauspielern. Jetzt träumt sie von James Bond.

Die chinesische Schauspielerin Liu Yifei glänzt nicht nur in ihrem goldenen Kleid, sondern laut 
Regisseurin Niki Caro auch in der Hauptrolle in Disneys Film „Mulan“.
© AFP

Wien – Das Rezept des Hauses Disney hat sich zuletzt immer wieder bewährt: ehemalige Animationsfilm-Erfolge noch einmal, mit „lebendigen“ Schauspielern, zu drehen. Das aktuellste Unternehmen dieser Art ist „Mulan“. Der farbenprächtige, emotionale und actionreiche Film sollte bereits im Frühjahr weltweit in die Kinos kommen – der Ausbruch der Corona-Pandemie hat das verhindert. Jetzt entschloss sich Disney für einen ganz neuen Weg: „Mulan“ ist seit vorgestern exklusiv mit VIP-Zugang zum Streamen verfügbar.

Regisseurin ist die 53-jährige Neuseeländerin Niki Caro. Sie katapultierte sich 2002 mit dem 3,5-Millionen-Epos „Whale Rider“ ins internationale Rampenlicht und wurde von den amerikanischen Kinobesitzern als „internationale Filmemacherin“ des Jahres geehrt. Nun hat ihr Disney das gewaltige Projekt „Mulan“ anvertraut, im TT-Interview verrät sie, wie es ihr damit erging.

Sie sind eine von nur vier Frauen, die einen Film mit über 100 Millionen Dollar Budget machen durften. Hatten Sie deswegen Angst?

Caro: Anfangs ja. Ich war mir nicht sicher, ob ich fähig bin, diesen Dimensionen gerecht zu werden. Ich begab mich vorübergehend in eine Art Ghetto, in eine Isolation des Zweifels. Erst der Gedanke an meine neuseeländische Kollegin Jane Campion und ihre großartigen Arbeiten änderte meine Meinung. Am Ende war ich mir sicher: Ja, ich kann das!

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