Fivers schafften „kleines Wunder“ gegen Benfica Lissabon

Mit einer überzeugenden Vorstellung haben sich die Fivers Margareten bei ihrem Europacup-Comeback nach neun Jahren in die zweite Runde der European Handball-League gespielt. Eine Woche nach der knappen 26:28-Niederlage in Lissabon feierten die Wiener am Samstag zuhause im Rückspiel einen 38:34-(18:13)-Erfolg und machten damit drei Tage nach dem Sieg im heimischen Supercup die Überraschung perfekt.

Benfica, in Portugal hinter dem FC Porto zweitstärkste Kraft, war als Favorit ins Kräftemessen mit den Fivers gegangen. Doch die Gäste, gespickt mit Teamspielern aus Spanien, Portugal, Frankreich, Slowenien und Serbien, wurden am Samstag eiskalt erwischt. Nach gut einer Viertelstunde führten Lukas Hutecek und Co. bereits 12:3, mussten die Gäste in der Hollgasse vor Zuschauern im Laufe des Spiels aber mehrmals bis auf drei Treffer bzw. in der Schlussphase bis auf vier Tore herankommen lassen. Mit dem 38:34 durch den starken ÖHB-Teamspieler Hutecek, der sieben von acht Versuchen verwertete, war die Niederlage Benficas aber besiegelt.

Die Fivers, die jahrelang aus finanziellen Gründen auf eine Teilnahme an den finanziell wenig lukrativen Bewerben verzichtet hatten, haben nun die Chance, als erstes österreichisches Team in der Gruppenphase des heuer umbenannten zweithöchsten Europacupbewerbs nach der Champions League zu spielen. Dazu müssen sie aber noch die zweite Runde überstehen, die noch im September über die Bühne geht.

„Wir haben ein kleines Wunder geschafft“, jubelte Fivers-Rückraum Marin Martinovic, mit sechs Treffern zweitbester Wiener Werfer, im ORF. „Wir sind eine junge, freche Mannschaft. Wir haben schon Respekt, aber keine Angst“, fügte Hutecek hinzu.


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