Blümel rechnet mit „massiver Neuverschuldung“ auch 2021

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Klaus Duschek • 07.09.2020 14:56
Welch Überraschung - das Zerstören der Wirtschaft zeitigt Folgen im Budget! Es wäre hochinteressant, wie lange Herr Blümel zur Erlangung dieser Erkenntnis seiner erlernten Tätigkeit eines Philosophen nachgehen musste. Als Blitzgneißer wird er (und auch der Rest der Regierung) wohl nicht durchgehen - war doch das Ausmaß der Schäden im Budget längstens Ende April 2020 absehbar. Aber Rechnen und das womöglich auf solider Basis ist nicht die Sache dieser Damen und Herren, die sich unerklärlicherweise erlauben, "Regierung" zu nennen - denn gerade die von Blümel beispielhaft angeführten Kosten der Kurzarbeit, für die er 400 Millionen ansetzte hätte man innerhalb von zwei Minuten als viel zu niedrig erkennen können. Dazu hätte man "nur" die erwartbare Anzahl an Kurzarbeitern mit grob einer Million (also etwa einem Viertel der unselbständig Erwerbstätigen) und Bruttolohnkosten (inklusive anteiligem 13/14 Gehalt sowie Lohnnebenkosten) von grob EUR 3.000,00 in die Gleichung einsetzen müssen und schon hätte man gewusst, dass diese Geschichte jedes Monat mindestens drei Milliarden Euro verschlingt. Und bei allem Verständnis für die Rettung von Menschenleben – aber es möge sich bitte jede/jeder selbst die Frage stellen, ob die Rettung von vielleicht einigen hundert Menschenleben für wenige Monate (da so gut wie alle Covid-Toten derart massive Gesundheitsschäden hatten, dass auszuschließen war, dass diese wesentlich länger als noch ein Jahr gehabt hätten – vergleiche dazu Univ. Prof. Dr. Püschel (et.al.) der nach den ersten 100 Obduktionen meinte, dass auch ohne Covid keiner der Verstorbenen das heurige Jahr überlebt hätte) uns einen Wirtschaftseinbruch von vermutlich an die 50 Milliarden Euro heuer und ein Budgetloch in etwa gleicher Größenordnung für die diversen Hilfspakete sowie hunderttausende Arbeitslose wert ist. Man mag sich diese Summe auch herunterbrechen und in Relation setzen zu jenen Beträgen für Heilbehandlungen, deren Übernahme die Sozialversicherungen oftmals als zu teuer ablehnen – ich bin sicher, jede/r hat schon die Erfahrung gemacht, z.B. eine Physiotherapie für einige hundert Euro nicht bewilligt zu bekommen – aber hier sind plötzlich mehr als 15.000.000 Euro je Gerettetem (bei angenommenen 5.000 möglichen Toten) kein Problem. Und das vor dem Hintergrund, dass die Regierung vor lauter Covid-Blindheit abertausende bereits Erkrankte (von Schlaganfall über Herzinfarkt bis zu Krebsbehandlung) in Lebensgefahr brachte und bringt und ernstlich damit zu rechnen ist, dass wesentlich mehr Menschen in Österreich an diesen Folgen sterben als jemals Menschen an Covid gestorben wären!

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