Erneuerte Riesenorgel im „Steffl“ wird am 4. Oktober geweiht

Die Riesenorgel auf der Westempore im Wiener Stephansdom ist nach einer aufwendigen Runderneuerung wieder betriebsbereit. Am 4. Oktober wird sie von Kardinal Christoph Schönborn bei einem Gottesdienst geweiht. Zudem findet ein Einweihungskonzert mit den Domorganisten Konstantin Reymaier und Ernst Wally statt, heißt es laut Kathpress im aktuellen Pfarrblatt der Dompfarre St. Stephan.

Ebenfalls am 4. Oktober findet im Erdgeschoß des Curhauses ein Basar statt, wo die letzten ausgemusterten Pfeifen der alten Riesenorgel gegen eine Spende erstanden werden können. Die Weihe war bereits für den Ostersonntag geplant gewesen, musste aber coronabedingt verschoben werden. Nun wurde die Orgel einer letzten eingehenden Prüfung unterzogen und die offizielle Benutzungsbewilligung unterzeichnet. Mit 185 Registern und rund 12.500 Pfeifen ist die neue Domorgel die größte Orgel Österreichs.

Beim großen Brand des Stephansdoms 1945 war die damalige Walcker-Riesenorgel neben der „Pummerin“, Wiens größter Kirchenglocke, ebenfalls den einstürzenden Gewölben und den Flammen zum Opfer gefallen. Der 1960 eingeweihte Neubau des Wiener Orgelbauers Johann M. Kauffmann (1910-1965) wurde schließlich 1991 wegen akustischer Probleme stillgelegt und nun seit Ende 2017 saniert und technisch überarbeitet.

Die Arbeiten übernahm die Orgelbauwerkstatt Rieger aus Schwarzach. Ein Großteil der alten Orgelpfeifen wurde in Vorarlberg überprüft, gesäubert und beim Wiederaufbau in ein neues Klangkonzept integriert. Die Sanierung wurde durch Spenden finanziert und u.a. auch von der Bundesregierung und den Bundesländern unterstützt.

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