Projekt „Wald am See“ in Kitzbühel: Tiere öffnen die Kinderherzen

„Wald am See“ in Kitzbühel im Finale um innovativste Bildungsprojekte Österreichs.

Tiere sind in „Wald am See“ in Kitzbühel ein wichtiger Teil der Arbeit mit Kindern. Sie öffnen den Zugang zu den Kindern.
© Multivisual Art

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Das Glück liegt auf dem Rücken der Tiere – das wissen Daniela Schlechter-Kitzbichler und Roman Kitzbichler schon lange. Seit 2013 Jahren betreiben und bewirtschaften sie den Hof „Wald am See“ oberhalb des Schwarzsees in Kitzbühel. Dabei haben sie sich auf Tierpädagogik spezialisiert, aber auch tiergestützte Intervention und Schule am Bauernhof. Die Nachfrage ist enorm und deshalb soll eine weitere Pädagogin zum Einsatz kommen. Dafür nützen die beiden nun eine spezielle Chance.

Die „MEGA Bildungs­­stiftung“ präsentiert gemeinsam mit dem Kooperationspartner Puls4 im Frühstücksfernsehen des Senders Österreichs beste Bildungsprojekte im Bereich „Chancenfairness“. Bis 11. September werden die Initiativen in der Sendung „MEGA Bildungsmillion“ vorgestellt. Eines der acht Top-Projekte ist eben „Wald am See“.

„Wir hätten nie gedacht, dass wir so weit kommen. Wir freuen uns sehr über diese große Chance“, sagt Schlechter-­Kitzbichler. Das Angebot richtet sich für Kinder ab dem letzten Kindergartenjahr bis zum 18. Lebensjahr. Die Kinder hätten zunehmend mehr unter dem Leistungsdruck der Gesellschaft zu leiden. „Wir sind auch kein alternatives Bildungsangebot, sondern sehen uns als Brücke ins Schulsystem“, erklärt Schlechter-Kitzbichler. Sie selbst war bis vor Kurzem neben „Wald am See“ noch Vollzeit in einer Sonderschul­e tätig, inzwischen konzentriert sie sich mit ihrem Mann voll auf ihr eigenes Projekt.

Heuer haben bereits 600 Kinder das Angebot in Anspruch genommen. „Da haben auch wir Corona gespürt, wir hatten schon jährlich 2000 Kinder am Hof“, sagt Schlechter-­Kitzbichler. Die Angebote gibt es für einzeln­e Kinder bis hin zu ganzen Schulklassen. „Auch die Eltern werden mit eingebunden, das ist uns sehr wichtig“, schildert Schlechter-Kitzbichler. Die Tiere seie­n ihr Aufhänger. „Durch die Tiere finden wir den Zugang zu den Kindern. Sie merken, dass die Tiere unvoreingenommen sind und sie so nehmen, wie sie sind“, schildert Schlechter-Kitzbichler.

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Das Voting ist auf puls4.com noch bis zum 10. September offen. Die Sieger dürfen sich über insgesamt jeweils 230.000 Euro Fördergeld freuen.


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