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Im Gehirn ist nicht jeder Tumor gleich

Hirntumore treten selten auf, aber sie sind vielfältig. Neurochirurg Christian Freyschlag erklärt, warum gutartig im Kopf nicht immer gut sein muss und warum sich Patienten unbedingt an Medikamentstudien beteiligen sollten.

Hirntumore treten selten auf, aber sie sind vielfältig.
© iStock

Von Theresa Mair

Beim Hirntumor spricht man nicht von Krebs – und Christian Freyschlag, stv. Direktor der Uniklinik für Neurochirurgie in Innsbruck, ist froh darüber. „Da sträubt sich mein Innerstes dagegen“, sagt er. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Bezeichnung Krebs generell als Synonym für bösartige Neubildungen verwendet wird.

Tritt im Gehirn jedoch ein Tumor auf, gibt es eine Vielzahl von Differenzierungen: Neben gutartigen und bösartigen Tumoren wird auch zwischen hirneigenen und sekundären (Metastasen) unterschieden. Jeder Tumor, je nachdem, in welchem Hirngewebe er entsteht und ob er oberflächlich oder tief liegt, hat noch dazu eine eigene Charakterisierung. Hirntumore haben jedoch glücklicherweise auch etwas gemeinsam: Sie treten selten auf.

„In Innsbruck operieren wir pro Jahr 300 bis 350 Hirntumore, vielleicht ein bisschen mehr, weil wir inzwischen auch sehr viele Metastasen operieren“, sagt Freyschlag. Das liege daran, dass viele Menschen ihr Krebsleiden mittlerweile jahrelang überstehen, bevor es zur Ausbildung von Hirnmetastasen kommt. „Wir haben ein großes Interesse daran, weil man damit den Patienten gut helfen kann und schnell Symptome lindert“, so der Experte. Hirnmetastasen treten vor allem bei Lungen- und Brustkrebs sowie beim Melanom auf.

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