Schwarzes Wochenende trübt positive Verkehrsbilanz

So (relativ) positiv die Bilanz bisher in diesem Jahr, so hoch der Blutzoll auf Österreichs Straßen am vergangenen Wochenende: Acht Verkehrsteilnehmer sind an diesen Tagen nach vorläufigen Zahlen des Innenministeriums (BMI) bei Unfällen gestorben, zehn in der ganzen Woche. Unter den Opfern waren u.a. vier Motorradlenker und ein Radfahrer.

In der BMI-Statistik vom Montag wurde ein tödlicher Unfall in der Steiermark als „besonders tragisch“ angeführt: Ein Pkw-Lenker kam Sonntagfrüh vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit auf das Bankett, verlor die Herrschaft über das Fahrzeug und geriet in den Straßengraben. Der Pkw wurde durch einen Wasserdurchlass in die Luft katapultiert und prallte gegen einen Baum. Der 21-Jährige am Steuer und sein gleichaltriger Beifahrer waren sofort tot. Zwei im Fond sitzende Insassen wurden schwerst verletzt in Krankenhäuser gebracht.

Fünf Personen kamen in der Vorwoche, in der die Sommerferien im Burgenland, in Niederösterreich und Wien endeten, auf einer Landesstraße, drei auf einer Bundesstraße und zwei auf einer Gemeindestraße ums Leben. Sechs Verkehrstote mussten in der Steiermark und jeweils einer in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Tirol beklagt werden. Vermutliche Hauptunfallursachen waren nichtangepasste Geschwindigkeit (in vier Fällen) und Überholen (in zwei Fällen).

Vom 1. Jänner bis 6. September 2020 gab es im österreichischen Straßennetz 225 Verkehrstote (vorläufige Zahl). Im Vergleichszeitraum 2019 waren es 300 und 2018 waren es 283.

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