Pflacher Bürgermeister: Die „Buffetfräse“ feierte ihren 70er

Nachdem die Musikkapelle aufgespielt hatte, hieß es mit Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann, BM Manfred Immler (hinten Mitte, Vils), BM Wolfgang Winkler (r., Ehenbichl) und Enkel Tobias Traktor fahren.
© Mittermayr Helmut

Pflach – Die Feier zum 70. Geburtstag des Pflacher Bürgermeisters Helmut Schönherr am Dienstagabend im Kulturhaus hätte jede Comedyshow ausgestochen. Die geladenen Gäste kämpften mit Tränen vor Lachen, als der Dorfchef Einblicke in sein Leben gewährte. Sind Amtsträger zu diesen Anlässen meist bemüht, eine Leistungsschau abzuliefern, so reihte Schönherr ein Lebens­hoppala ans nächste.

Gleich zu seinem Schulstart als Sechsjähriger habe er Scharlach gehabt, sechs Wochen in Quarantäne bleiben und schließlich das Jahr wiederholen müssen. Schönherr: „Ja, ich bin in der ersten Klasse Volksschule ,hocken‘ geblieben. Wer würde glauben, dass ein Bürgermeister so eine Niete ist?“ Ein andermal sei er nach seiner Herz-OP an der Klinik leicht durchgedreht und deshalb in einem Stuhl fixiert gewesen. Schönherr: „Um freizukommen, sagte ich: ,Ich bin ein Freund des Landeshauptmanns.‘ Zur Antwort bekam ich: ,Und ich der Pfleger vom achten Stock.‘ Da wusste ich, wer hier das Sagen hat.“

„Kleiner Mann, mit großer Klappe und großem Herz“, nannte ihn dann auch seine Tochter Sandr­a Schwarz. Auch das Wort „Buffetfräse“ blieb ihm nicht erspart, angesichts seines unbändigen Hungers. Er habe auf Grund seiner Körperfülle schon lange verboten, ihn von der Seite zu fotografieren, witzelte er in der ihm eigenen Situationskomik. Zum Geschenk des Gemeinderates, einem Zeppelinflug über den Bodensee, sagte er zuerst artig Danke, aber nicht ohne anzumerken, dass er eigentlic­h an Höhenangst leide und auch nicht schwimmen könne. (hm)

TT-ePaper gratis testen und eine von fünf Snow Cards Tirol gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt mitmachen
TT ePaper

Kommentieren


Schlagworte