Petition gegen geplante Deponie in Terfens initiiert

Die Bewohner des Ortsteils Neu-Terfens zeigen, dass sie gemeinsam gegen die geplante Deponie mobil machen wollen.
© Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhauser

Terfens – Insgesamt 133 Terfener fühlen sich betroffen und wollen sich zur Wehr setzen. Auf knapp 10.000 m² soll direkt neben einer Wohnsiedlung im Ortsteil Neu-Terfens eine Bodenaushubdeponie entstehen. Den Antrag dazu stellte die Firma Hußl Erdbau-Transporte – das Unternehmen des Bürgermeisters.

Wie berichtet, fürchten die dortigen Anrainer nicht nur jede Menge Schwerverkehr, sondern auch Lärm und Schmutz und sie sind besorgt um die Sicherheit der Kinder am Schulweg entlang der Straße. „Die Lkw werden durchs ganze Dorf rollen und gerade bei den Engstellen ist es jetzt schon gefährlich“, sorgt sich eine Terfenerin. Ein anderer meint: „Wir haben bisher schon mit Dreck und Lärm durch die Deponien des Bürgermeisters zu kämpfen und jetzt will er noch eine mitten im Wohngebiet, das geht nicht.“

Daher haben die Anrainer zur geplanten Deponie eine Unterschriftensammlung initiiert. Unterstützt wurden sie dabei von VBM Hans Hußl und seinen Listenkollegen. „Wir haben wirklich nur dort Unterschriften gesammelt, wo auch Betroffene wohnen. So kann uns niemand vorwerfen, dass wir x-beliebige Leute gefragt hätten“, sagt der Vizebürgermeister.

BM Hubert Hußl will zum laufenden Verfahren keine Stellungnahme abgeben.

Anrainer und Gemeinde haben keine Parteistellung, aber viele Anrainer setzen ihre Hoffnung in den Landesumweltanwalt. Zugleich wollen sie mit ihrer Unterschrift und ihren Stellungnahmen bei der Bezirkshauptmannschaft Schwaz ihren Unmut zeigen. Laut Umweltreferatsleiter Markus Gasser sind bereits viele Stellungnahmen eingegangen. Diese werden von den Sachverständigen bearbeitet und in den Gutachten mitberücksichtigt. „Ich werde dann auch eine Verhandlung anberaumen“, erklärt Gasser.


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