Engere Kooperation Wien-Prag-Bratislava in der Coronakrise

Angesichts steigender Infektionszahlen haben Österreich, Tschechien und die Slowakei sich gegenseitig versprochen, künftig in der Coronakrise mehr zu kooperieren. „Wir wollen alles dafür tun, damit die Grenzen offen bleiben“, sagte der slowakische Regierungschef Igor Matovic am Mittwoch in Wien nach einem Treffen mit Bundeskanzler Sebastian Kurz und dem tschechischen Premier Andrej Babis.

Sollte es im Zuge einer zweiten Infektionswelle dennoch zu Grenzschließungen kommen, solle es einen besseren Informationsaustausch geben, damit Ankündigungen für Grenzschließungen nicht über Medien mitgeteilt würden, so Matovic. Kurz sprach sich in Bezug auf das Reisen ebenfalls für ein „koordinierteres und besseres abgestimmtes Vorgehen aus. „Wir erwarten dringend ein europaweit koordiniertes Vorgehen“, sagte Kurz. Der Anstieg sei in einigen Ländern Europas dramatisch, auch in Österreich sei der Anstieg „zu rasch“, sagte der Bundeskanzler.

Babis warnte vor Einschränkungen bei der Reisefreiheit. Dies würden den Beziehungen zwischen Ländern und der Wirtschaft schaden, sagte er. Vor allem in Tschechien sind zuletzt die Infektionszahlen dramatisch angestiegen. Wie die tschechischen Gesundheitsbehörden am Mittwoch in der Früh bekannt gaben, wurden in den vergangenen 24 Stunden 1.164 Neuinfektionen bestätigt, so viel wie noch nie an einem einzigen Tag im Nachbarland.

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