Grillplatzfrage bleibt Streitthema in der Innsbrucker Koalition

Der ehemalige Grillplatz auf der Sauerweinwiese in Kranebitten: Für den neuen Platz wurden nun Bäume gefällt.
© Domanig

Innsbruck – Von Harmonie kann in der Innsbrucker Stadtregierung weiterhin keine Rede sein. Wieder einmal entzünden sich die Konflikte an der Grillplatzthematik: Gestern sei mit der Rodung der Bäume für den Grillplatz in Kranebitten begonnen worden, „ohne meine Zustimmung“, ärgerte sich der für den Forst zuständige Vize-­BM Johannes Anzengruber (ÖVP). Er habe BM Geor­g Willi (Grüne) „höflich um Aufschub gebeten“, weil es zum Grillplatz noch zahlreiche zu klärende Punkte gebe – u. a. offene Anträge aus dem Gemeinderat und ausständige Gespräche mit den Anrainern. Zudem habe die Debatte zu den Alternativplätzen „gerade Fahrt aufgenommen“ – Anzen­gruber schwebt ja ein Grillplatz in der Roßau vor.

Was Kranebitten angehe, habe er Willi überdies informiert, „dass laut Auskunft des Amtes für Wald und Natur bei den betroffenen Bäumen kein Borkenkäferbefall vorliegt“.

Im Büro von BM Willi hieß es dazu, es handle sich nicht um Vorarbeiten für den neuen Grillplatz, sondern um nötige Fällungen wegen Windwurfs. Das Thema Grillplatz samt verschiedener Variantenvorschläge werde in einem der nächsten Koalitions-Jours-fixes diskutiert. Anzengruber kann das nicht nachvollziehen: „Bäume, die gefährlich für den Straßenraum waren, wurden bereits vor Wochen entfernt, daher gibt es da jetzt keinen großen Druck.“ (md)

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