Hat sich das Virus verändert? Experten zur Corona-Lage in Österreich

Die Zahl der Neuinfektionen pro Tag ist gleich hoch wie während des Lockdowns. Dennoch wird keine Spitals-Kapazität gesprengt. Fünf Thesen zur Erklärung.

4,6 Prozent der positiv Getesteten werden im Krankenhaus behandelt. 95 Prozent haben mildere Symptome oder werden gar nicht krank.
© AFP

Von Anita Heubacher

Innsbruck – Bei österreichweit 194 Neuinfektionen pro Tag wurde am 12. August vor einem „Rekordwert“ gewarnt. Jetzt waren es österreichweit 716 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden (von Mittwoch auf Donnerstag, 16 Uhr). Zahlen, die Österreich während des Lockdowns Ende März hatte.

1. Warum braucht es jetzt bei gleichen Zahlen keinen Lockdown?

Die Teststrategie der Bundesregierung habe sich geändert, erklärt die Innsbrucker Mikrobiologin Cornelia Lass-Flörl. Während im Frühjahr Erkrankte getestet worden seien, seien es jetzt viel mehr Gesunde. „Dass man bei so vielen Tests mehr findet, ist logisch.“ Ob die Infizierten krank würden, werde nicht registriert. Unter Neuinfektionen fallen alle mit einem positiven Corona-Test. „Das gehört geändert.“ Die Zahl der Infizierten sei mit der Zahl der tatsächlich Erkrankten in Relation zu stellen. „Das wäre absolut sinnvoll und aussagekräftiger.“

2. Warum erhöht sich die Zahl der falsch positiven Tests?

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