Corona-Ampel springt in Innsbruck auf Gelb: Studenten im Fokus

Innsbrucks Ampel zeigt Gelb: Schon gestern trugen in der Stadt wieder mehr Menschen eine Maske.
© Thomas Boehm / TT

Von Marco Witting

Innsbruck – Die Corona-Ampel in Innsbruck wird heute nun auch offiziell auf Gelb gestellt. Für Bürgermeister Georg Willi geht der Blick aber über die Entscheidung der Ampel-Kommission hinaus. Der grüne Stadtchef möchte „in jedem Fall ein Umspringen auf Orang­e“ verhindern. Und hofft sogar in einigen Wochen auf „eine Grün-Phase“.

Doch dafür werden einige Anstrengungen nötig sein. Auch gestern gab es in Tirol wieder 69 Neuinfektionen. Innsbruck hält mittlerweile bei 164 aktiv positiven Fällen. „Je früher wir anfangen, die notwendigen Maßnahmen umzusetzen, desto besser wird es uns gelingen, die Zahlen in den Griff zu kriegen“, sagte Willi gestern. Ob er schon vorinformiert wurde und wie genau die Stadt mit dem Thema umgehen wird, ließ Willi gestern unbeantwortet. Er sagte jedoch: „Der Schulstart ist eine Herausforderung. Wir wollen uns aber noch mehr auf den Uni-Start konzentrieren.“ Sprich: Die Stadt ortet bei den feiernden Studenten ein höheres Ansteckungsrisiko.

Für zwei Wochen wird die Ampel sicher gelb blinken. „Wir brauchen eine Optimierung bei der Kontaktverfolgung und die Tests müssen schneller ausgewertet werden“, sagt Willi, der an die Bevölkerung appelliert – und auch bittet, dass Experten dies­e Appelle weitertragen. „Mir ist wichtig, dass sich die Advent- und Weihnachtsmärkte durchführen lassen. Solange wir auf Gelb sind, ist das möglich.“ Eine „Grün-Phase“ wäre dem grünen Stadtchef lieber.

Das Land veröffentlichte gestern noch vorsorglich zwei öffentliche Aufrufe. Erneut betroffen waren Besucher eines Fußballspiels – dieses Mal in Telfs. Dementsprechend sollen Personen, die sich am 6. September von 17 bis 18.45 Uhr beim Fußballspiel im Stehplatzbereich aufhielten, auf ihren Gesundheitszustand achten. Dies gilt auch für Kunden des Friseursalons „Schnittpunkt“ in Land­eck, die zwischen 1. und 8. September dort waren.

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„Öffentliche Aufrufe bei Vorliegen eines positiven Corona-Testergebnisses dienen in jedem Fall dazu, auf möglichst schnellem und breitem Weg der Behörde mögliche unbekannte Kontaktpersonen, die im Rahmen des Contact Tracings nicht namentlich konkret angegeben werden können, zu erreichen bzw. sie über das Auftreten einer Erkrankung in ihrem näheren Umfeld zu informieren“, sagt Elmar Rizzoli vom Einsatzstab des Landes.


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