Grüne in Kufstein fordern mehr Tempo bei Radwegenetz

Kufsteiner Grüne verlangen Priorität für den Ausbau der Rad-Infrastruktur. Parteifreie Fraktion erinnert an Vorarbeiten für neues Konzept.

Radfahrer vs. Pkw: In Kufstein arbeitet man an einem Konzept für die Biker. Die Grünen verlangen sogar Priorität für den Ausbau.
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Von Wolfgang Otter

Kufstein – Es geht den Grünen in Sachen Radwege nicht schnell genug. Daher brachte die Kufsteiner Gemeinderätin Victoria Da Costa einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat ein. Der zielt auf die Sanierung und den Ausbau der innerstädtischen und überregionalen Radwege ab. „Der Anteil an Fahrradfahrenden steigt in Tirol jedes Jahr weiter an, insbesondere die Corona-Krise hat einen regelrechten Fahrrad-Boom ausgelöst. Leider hinkt die Fahrrad-Infrastruktur diesem Trend in Kufstein deutlich hinterher. Insbesondere im Stadtgebiet als auch in Richtung der umliegenden Gemeinden gibt es kaum sichere, durchgängige Radwege.

Entweder fehlen sie vollständig oder sie sind nur auf einer Straßenseite vorhanden. Dort, wo Radwege vorhanden sind, ist die Belagsqualität so schlecht, dass sicheres Fahren fast unmöglich ist“, kritisierte Da Costa. Daher solle man nun die Möglichkeit der vom Bund in Aussicht gestellten Kommunalzuschüsse nutzen. Für Kufstein stehen dabei bis zu 2,2 Millionen Euro im Raum. Ein zweiter Antrag wiederum zielte darauf ab, dass die Stadt mehr Photovoltaikanlagen auf eigenen Flächen errichten solle.

„Mit dem Antrag haben die Grünen eine bereits ausgehängte Türe eingerannt“, kommentiert Stadtrat Stefan Hohenauer (Parteifreie). Man bereite derzeit ein umfassendes Konzept vor, „bei dem wir viele Faktoren einplanen müssen. Ein Radwegenetz ist sehr komplex“, erklärt er gegenüber der TT. Hohenauer räumt ein, dass es Sanierungen geben müsse. Aber diese seien mit sehr hohen Kosten verbunden. Ziel sei es, auf alle Fälle Zuschüsse zu lukrieren. Wann das Konzept für das städtische Radwegenetz vorliege, könne er noch nicht sagen. Er hoffe aber rechtzeitig, um Zuschüsse zu erhalten. Was die Photovoltaik anbelangt, erinnerte BM Martin Krumschnabel daran, „dass wir das bereits machen“.


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