Kitzbühel verliert mit Schwartzman letzten Gesetzten

Kitzbühel 2020 bleibt das ATP-Turnier der Überraschungen und Außenseiter. Am Freitag verloren die Generali Open mit Diego Schwartzman den letzten Gesetzten. Einen Tag nach dem mühevollen Sieg über den Österreicher Sebastian Ofner verlor der als Nummer zwei gesetzte Argentinier gegen den serbischen Qualifikanten Laslo Djere 6:7(2),3:6. Im Halbfinale trifft Djere auf Yannick Hanfmann (GER).

Auch der Deutsche ist als Qualifikant in die Vorschlussrunde des Sandplatz-Klassikers in der Gamsstadt gekommen. Am Freitag setzte er sich souverän mit 6:2,7:5 gegen Landsmann Maximilian Marterer - ebenfalls einen Qualifikanten - durch. Überhaupt ist das Turnier in diesem besonderen Jahr geprägt von Spielern, die sich erst in den Hauptbewerb vorkämpfen mussten. Gleich fünf der acht Viertelfinalisten kamen aus der Qualifikation.

Djere erklärte sich dies damit, dass Matchroutine nach der Corona-Pause besonders wichtig ist. „Eigentlich ist es schon ein Vorteil, nach einer so langen Pause mehr Spiele in den Beinen zu haben. Für mich war es heute schon das fünfte Match hier, für Diego erst das zweite“, sagte der 25-Jährige aus Novi Sad. Djere hat mit Turniersiegen schon Erfahrung, 2019 gewann er das Sandplatz-Turnier in Rio de Janeiro.

Schwartzman hatte in Runde eins ein Freilos gehabt. Im Viertelfinale agierte der Weltranglisten-13. aber wie schon beim Dreisatz-Sieg gegen Ofner so fehlerhaft, dass das Favoritensterben in Kitz auch am sonnigen Freitag seine Fortsetzung nahm. Und das, obwohl ein Großteil der fast 2.000 Zuschauer den Publikumsliebling aus Buenos Aires heftig anfeuerte. „Aber es gab auch Momente, in denen man mir die Daumen drückte“, war Djere deshalb nicht beleidigt.

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Auch das dritte Halbfinale der Generali Open in Kitzbühel hat auf dem Papier eine Überraschung gebracht. Der Schweizer Außenseiter Marc-Andrea Hüsler warf einen Tag nach seinem Sieg über den topgesetzten Italiener Fabio Fognini am Freitag auch den ehemaligen Weltranglisten-Zwölften Feliciano Lopez aus Spanien mit 6:4,6:3 aus dem Bewerb. Hüsler ist nur die Nummer 303 der Weltrangliste.

„Ich habe auch heute gutes Tennis gezeigt und hoffe, dass es so weitergeht“, sagte Hüsler nach dem Match gegen den vom vortägigen Dreisatz-Kampf gegen Guido Pella sichtlich müden Lopez. . „Wir haben uns anfangs beide unwohl gefühlt. Ich habe versucht, locker zu bleiben und mein Ding durchzuziehen“, erklärte der 24-jährige aus Zürich. „Ich hätte nie gedacht, dass ich hier ins Halbfinale komme. Die Woche ist aber noch nicht zu Ende, ich kann jeden hier schlagen.“

Der Schweizer ist der dritte Qualifikant im Kitzbühel-Halbfinale. Sollte der Argentinier Federico Delbonis sein Halbfinalgegner sein, kommt es auch im zweiten Halbfinale zum Duell zweier Qualifikanten.


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