Vorarlberger wählen Gemeindevertretungen und Bürgermeister

Die Vorarlberger Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen haben begonnen. Um 7.00 Uhr sperrten in 14 der 96 Ländle-Kommunen die Wahllokale auf. Die Augen sind speziell auf die Stadt Bludenz gerichtet, wo ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ÖVP und SPÖ erwartet wird. Das letzte Wahllokal schließt um 13.00 Uhr, bis etwa 18.00 Uhr werden die Ergebnisse aus allen Städten und Gemeinden vorliegen.

Die 301.572 Wahlberechtigten - 148.090 Männer und 153.482 Frauen - müssen sich zwischen (landesweit in Summe) 220 Listen entscheiden. In 65 der 96 Ortschaften werden die Bürgermeister direkt gewählt, 142 Kandidaten haben sich aufstellen lassen, darunter 22 Frauen. In den Kommunen ohne Direktwahl wird das Gemeindeoberhaupt von der neu gewählten Gemeindevertretung bestimmt.

In wie vielen Kommunen die Landtagsparteien antreten, ist nicht immer klar ersichtlich, da sie sich in manchen Gemeinden als Namenslisten zur Wahl stellen. Unter expliziter Parteibezeichnung ist die ÖVP in 33 Gemeinden wählbar, die Grünen sind es in 26, die Freiheitlichen in 24, die Sozialdemokraten in 18. Die NEOS werden in elf Gemeinden antreten, die Migrantenpartei „Heimat aller Kulturen“ (HaK) steht in neun Gemeinden auf dem Stimmzettel.

Vergeben werden landesweit wie vor fünf Jahren 1.806 Mandate. 2015 gingen 495 Sitze an ÖVP-Mandatare (2010: 612), 153 (123) an die Freiheitlichen und 122 (69) an Grün-Abgeordnete. Zudem gibt es in den Ländle-Gemeindestuben 101 (115) SPÖ-Mandatare, 887 (845) Vertreter von Namenslisten - die meisten gelten als ÖVP-nahe - und sechs NEOS-Politiker. Zwar hält die ÖVP in keiner Stadt des Landes die absolute Mandatsmehrheit, stellt aber bis auf Hohenems überall den Bürgermeister. Dominant ist die Volkspartei in den großen und mittelgroßen Gemeinden des Landes.

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Aktuell regieren in 90 der 96 Vorarlberger Ortschaften ÖVP-Politiker oder Vertreter von Namenslisten, die FPÖ hat in vier Gemeinden das Bürgermeisteramt inne, die SPÖ in zwei. Ein grünes Gemeindeoberhaupt gab es in Vorarlberg bisher nicht.

Zu Mittag stand bereits der erste Bürgermeister fest: Matthias Luger, Oberhaupt der Kleinkommune Stallehr (Bezirk Bludenz), wurde im Amt bestätigt. Als einziger zur Wahl stehender Kandidat erhielt er in der Bürgermeister-Direktwahl 113 der 146 abgegebenen Stimmen. Luger war vor fünf Jahren seinem Vater als Bürgermeister nachgefolgt. In der Gemeindevertretungswahl entfielen 139 gültige der 146 abgegebenen Stimmen auf die „Liste Stallehr“, für die Luger antrat und die in der Kleingemeinde die einzige Wahlwerberin war.


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