Emirate mahnen Frieden zwischen Israel und Palästinensern an

Kurz vor der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel drängen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) auf eine Beilegung des Nahost-Konflikts. „Frieden zwischen unseren Ländern ist eine bedeutsame Möglichkeit, aber es ist kein Ersatz für Frieden zwischen Israelis und Palästinensern“, schrieb die Sprecherin des VAE-Außenministeriums am Montag in der israelischen Zeitung „Haaretz“.

Die Emirate hielten an ihrer tiefen und langjährigen Verpflichtung für die Palästinenser fest, so Hend al-Otaiba. Als drittes arabisches Land nach Ägypten und Jordanien, das diplomatische Beziehungen zu Israel aufnehme, würden die Emirate sich für eine Zwei-Staaten-Lösung einsetzen. Eine gerechte und dauerhafte Lösung des jahrzehntealten Konflikts sei überfällig.

Die Emirate wollten - wie auch Bahrain - am Dienstag bei einer feierlichen Zeremonie im Weißen Haus in Washington Vereinbarungen zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel unterzeichnen. Die USA hatten dabei vermittelt. Der amerikanische Präsident Donald Trump empfängt dafür den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu sowie die Außenminister der VAE und Bahrains in seinem Amtssitz.

Die Emirate sind mit der überraschend Mitte August verkündeten Einigung mit Israel von der Strategie arabischer Staaten abgewichen, die Lösung des Konflikts mit den Palästinensern zur Bedingung für eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel zu machen. Die Palästinenser fühlen sich durch die Annäherung verraten.

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Eine neu gegründete Palästinenserorganisation namens Vereinigte Nationale Führung für den Volkswiderstand rief zum Protest gegen die Unterzeichnungen auf. Weltweit sollten vor den Botschaften der USA, der Emirate und Bahrains demonstriert sowie auf Häusern die palästinensische Fahne gehisst werden.


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