Ukraines Präsident Selenskyj besucht Österreich

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj stattet Österreich am Dienstag einen ersten offiziellen Besuch ab. Geplant sind zunächst Treffen mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (beide ÖVP). Am Nachmittag werden die beiden Staatspräsidenten an einem österreichisch-ukrainischen Wirtschafts-Roundtable teilnehmen.

Abgesehen von den bilateralen Beziehungen - die von der Präsidentschaftskanzlei im Vorfeld als „ausgezeichnet“ bezeichnet wurden -, wird auch der Ukraine-Konflikt Gesprächsthema bei dem Besuch. Unter Selenskyj haben sich hier positive Entwicklungen ergeben, sagte im Vorfeld der frühere OSZE-Sondergesandte in der Ukraine, der österreichische Diplomat Martin Sajdik. Die Ende August ausgerufene Waffenruhe werde in einem großen Maß auch eingehalten.

13.000 Menschen sind bisher in dem seit 2014 schwelenden Konflikt gestorben. Mehr als fünf Millionen Menschen sind laut Außenministerium täglich vom Konflikt und dessen Auswirkungen direkt betroffen. 3,4 Millionen Menschen befänden sich in einer dauerhaften humanitären Notlage. Die bereits prekäre humanitäre Lage spitzt sich durch den großflächigen Ausbruch des Coronavirus zu. Die österreichische Bundesregierung will am Mittwoch eine Million Euro Hilfe aus dem Auslandskatastrophenfonds für die Ukraine beschließen.

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