Gegen die weit verbreitete Trostlosigkeit: Innsbrucker Bischof stellt Buch vor

Innsbrucks Bischof Hermann Glettler und der Psychologe Michael Lehofer zeigen Wege aus der Verlorenheit auf.

Hermann Glettler präsentiert am Samstag sein neues Buch.
© Vanessa Rachlé

Innsbruck – Was tröstet uns wirklich? Mit dieser vielschichtigen und fast unlösbaren Herausforderung haben sich der Innsbrucker Diözesanbischof Hermann Glettler und der Grazer Psychiater und Universitätsprofessor Michael Lehofer in ihrem neuen gemeinsamen Buch „Trost. Wege aus der Verlorenheit“ beschäftigt. „Mit unseren Überlegungen versuchen wir, die oftmals herrschende Dynamik der Trostlosigkeit zu hinterfragen, ihre Gründe zu benennen und ihr lähmendes Potenzial zu relativieren“, schrei­ben die beiden Autoren.

Glettler und Lehofer schöpfen aus der Lebensnähe ihrer Erfahrungen und sprechen von der individuellen Verlorenheit des Menschen. Die vorliegende Publikation ist für sie alles andere als ein Ratgeber, auch kein Nachschlagewerk, um das Handwerk des Tröstens zu lernen. Vielmehr werfen sie Fragen auf, denn ihrer Überzeugung nach bleibt es niemandem erspart, durch alle individuellen und kollektiven Erfahrungen von Trostlosigkeit hindurchzugehen, sie zu bejahen, um den ganz persönlichen Weg zu finden.

„Keine noch so weitreichende Kompetenz und Wissenschaft, keine tiefgründige Selbsterkenntnis allein und keine noch so umfassende Selbstdisziplinierung können aus der Verlorenheit führen – wenn sie nicht getragen und inspiriert wären von der Liebe“, wird den Lesern mit auf den 176 Seiten gegeben. Und letztlich gehe es nicht nur darum, selbst getröstet zu werden, sondern um die Fähigkeit und Bereitschaft zu trösten. (pn)

Buchvorstellung

Am kommenden Samstag um 18 Uhr werden Hermann Glettler und Michael Lehofer ihr Buch im Haus der Begegnung in Innsbruck präsentieren.

Es ist im Styria Verlag erschienen und kostet 22 Euro.


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