Dschungel Wien nimmt die Corona-Folgen in den Fokus

Der Dschungel Wien als Theater für junges Publikum fokussiert kommende Spielzeit auf die Frage, welchen Einfluss Corona auf die Ängste, Hoffnungen und Zukunftspläne von Kindern und Jugendlichen hat. Insgesamt 61 Produktionen für die verschiedensten Altersstufen hat man dabei unter dem Motto „Eine andere Welt ist möglich“ im Talon, wie am Dienstag bekanntgegeben wurde.

„Diesen Fragen wollen wir in dieser Spielzeit nachgehen, um dadurch den Blick auf diese ‚Krise‘ zu verändern und eigenen Visionen Raum zu geben“, umreißt die künstlerische Leiterin Corinne Eckenstein im Spielzeitbuch die Vision. Zum Auftakt wird gleich mit einem verlängerten Wochenende gefeiert, wenn am 24. September der Startschuss mit der Uraufführung des Kindertanztheaterstücks „tohuwabohu“ fällt, bevor Eckenstein mit einer Ansprache und der Unterstützung der Beatbox-Gruppe Mouth-O-Matic die Saison offiziell einläutet. Bis zum Sonntag (27. September) folgen dann weitere Uraufführungen wie die Performance „The Return Of Ishtar“ für Jugendliche, oder die Kopfhörerstadterkundung „WaViD-20“ für Kinder ab 10 Jahren.

Insgesamt hat der im Museumsquartier gelegene Dschungel Wien für die neue Saison 61 Produktionen vorgesehen, 37 davon als Premieren, zu denen 18 Wiederaufnahmen und sechs Gastspiele treten. Dabei wird man 2020/21 wieder alle Genres bespielen - vom Tanz- und Bewegungstheater über das Schauspiel bis zum Puppen- und Objekttheater. Auch wird es 2021 wieder eigene Festivals geben, wenn man sich etwa zwischen dem 11. und 14. März beim „Generationen Festival“ in verschiedenen Formaten wie einem gemeinsamen Bingoabend der Begegnung zwischen jüngeren und älteren Menschen widmet, die gerade in Coronazeiten verpönt worden sei.

Die Kooperationen mit anderen vergleichbaren Institutionen im EU-Raum oder in Österreich wie mit dem ImPulsTanz wird weiter ausgebaut, und unter dem Titel „Try Out!“ startet man einen Wettbewerb, der sich an Solokünstlerinnen und -künstler wie Compagnien richtet. Das Gewinnerstück soll am Ende professionell im Dschungel in der Saison 2021/22 produziert werden. Fortgeführt wird das Konzept der zahlreichen Workshop-Formate, um Kinder und Jugendliche auch aktiv anzusprechen.

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Zufrieden zeigte sich Eckenstein mit den Zahlen der abgelaufenen Saison bis zum Coronalockdown. Bis Mitte März habe man im Theaterbereich eine Gesamtauslastung von 83 Prozent erreicht gehabt. Allerdings traf auch den Dschungel die erzwungene Schließung hart, musste man doch 194 Theatervorstellungen und 165 andere Veranstaltungen absagen.


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