Pläne präsentiert: Millionen-Bekenntnis zur Kleinschule Leins

Ersatz-Gemeinderat Günther Schwarz erläuterte die möglichen Sanierungen und Umbauten in Leins.
© Paschinger

Von Alexander Paschinger

Arzl i. P., Leins – Es ist nicht wenig Geld, das die Gemeinde Arzl in die Hand nehmen will: Für die Volksschule und den Kindergarten Leins sowie die drei Gemeindewohnungen im angebauten Trakt könnten bis zu 1,69 Millionen Euro fließen. Sollten die Förderungen entsprechend hoch sein, kommt es zu dieser Maximalvariante. Falls nicht, wird man „nur“ Kindergarten und Schule sanieren und umbauen. Der Gemeinderat legte jedenfalls ein klares Bekenntnis ab, es gab nur eine einzige Enthaltung.

Seit dieser Woche sind Kindergarten und Volksschule wieder geöffnet. Das Besondere am Kindergarten ist, dass dort auch die Kinder aus dem Ortsteil Wald untergebracht sind, wie BM Josef Knabl erklärt. Doch dort werden zusätzlich Volksschüler und jüngere Kleinkinder betreut – womit sich im Kindergarten bis zu 44 Kinder aufhalten.

In der Volksschule Leins werden wiederum nur die Kinder aus Leins unterrichtet – Wald verfügt über eine eigene Volksschule. Sie hat zwei Klassen, eine mit derzeit neun, die andere mit elf Schülern.

„Insgesamt muss man sehen, dass Kindergarten und Schule eine wichtige Rolle auch im Zusammenleben der jeweiligen Dörfer haben“, betont BM Knabl im TT-Gespräch. Seinem Gemeinderat konnte er mitteilen, dass bei seinen Gesprächen mit Innsbruck die VS Leins nie in Frage gestellt worden sei. Im Gegenteil – die zweiklassige Einrichtung entspreche genau dem, was man als Land Tirol auch fördern wolle. Für Knabl liegt auf der Hand, dass hier lernfreudige jüngere Schüler von den etwas älteren lernen und sich die Lehrkräfte wiederum verstärkt um die anderen Kinder kümmern können. „Ein gutes System.“

Ersatz-Gemeinderat Günther Schwarz präsentierte die möglichen Pläne dem Gemeinderat. Demnach geht es um die zwei Gruppenräume des Kindergartens im Erdgeschoß samt einer Erweiterung. Im oberen Stock der Schule könnte dann auch eine „Freiklasse“ auf dem Erweiterungsbau errichtet werden. Kindergarten und Schule würden jeweils rund 700.000 Euro, also insgesamt 1,4 Millionen Euro samt neuer Heizung, kosten.

Zu überlegen wäre dabei, gleich schon die Sanierung der drei Gemeindewohnungen im Anbau zu überlegen, was noch einmal 300.000 Euro kosten würde.

„Derzeit ist es keine schlechte Zeit für Bauvorhaben der Gemeinden“, verwies Knabl auf die Förderungen. Für Kindergarten und Schule waren schon fast 50 Prozent zugesagt. Der Bürgermeister will in Sachen Wohnungen noch einmal in Innsbruck vorstellig werden. „Sie wollen ja Gemeinden unterstützen – da können sie es beweisen.“


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