Nehammer bringt 55 Tonnen Hilfsgüter nach Athen

Die ÖVP bleibt bei der Debatte um die Aufnahme von Migranten aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos hart, zeigt sich aber umso eifriger bei der „Hilfe vor Ort“. Exakt eine Woche nach dem verheerenden Brand landet am Mittwoch Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) mit 55 Tonnen Hilfsgütern in Athen.

Österreich hat Griechenland die Bereitstellung von Hilfsunterkünften (ausgestattet mit Heizungen, Betten, Decken, etc.) für 2.000 Personen inklusive Hygienepakete in Aussicht gestellt. Der genaue Inhalt der morgigen Fracht wurde noch nicht bekannt gegeben. Transportiert wird sie jedenfalls mit einem russischer Transportflieger des Typs Antonow 124. Das Flugzeug, das zu den größten Transportflugzeugen der Welt gehört, wurde schon am Dienstagnachmittag am Wiener Flughafen beladen und fliegt Mittwochmittag nach Athen.

Nehammer, der am gleichen Tag wieder zurückreist, war erst Ende August in Griechenland und hatte dort die griechisch-türkische Grenze sowie das Flüchtlingslager auf der Insel Chios besucht. Der morgige Besuch wird auch nicht die letzte österreichische Ministervisite gewesen sein. Bereits am Donnerstag reist Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) nach Griechenland und Zypern. Mit seinem Besuch will er den beiden Ländern im Konflikt mit der Türkei in aktuellen Gasstreit den Rücken stärken.

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