Corona-Pandemie kostet Kitzbühel 3,5 Millionen Euro

Die Soforthilfe aufgrund der Covid-19-Pandemie hinterlässt Spuren im Kitzbüheler Budget. Die Mindereinnahmen sind jedoch geringer als befürchtet.

Die Stadt Kitzbühel reagierte mit einem Hilfspaket auf die Krise, nun wurde Bericht erstattet.
© Angerer Harald

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Es ist ein ordentliches Loch, welches die Corona-Krise in das Budget der Stadt Kitzbühel reißt. Trotzdem sieht Bürgermeister Klaus Winkler (ÖVP) auch Positives. Er präsentierte dem Kitz­büheler Gemeinderat kürzlich einen Bericht zu den Hilfsmaßnahmen und den durch die Pandemie verursachten Mindereinnahmen. „Es ist uns mit unserem Hilfspaket gelungen, den Kitzbüheler Bürgern und Betrieben rasch und unkompliziert zu helfen“, ist Winkler überzeugt.

Insgesamt haben die Corona-­Krise und das Hilfspaket die Stadt Kitzbühel bisher 3,5 Millionen Euro gekostet. Darin enthalten sind die zwei Millionen der Ende März beschlossenen Soforthilfe. Diese teilt sich in 1,1 Millionen Euro von den Stadtwerken und 900.000 Euro von der Stadt selbst auf.

Das Soforthilfepaket umfasst die Aussetzung der Einhebung der Kommunalsteuer für alle Betriebe für die Monat­e März, April und Mai 2020 bis zum 15. Dezember. Die Subventionierung von Wasser- und Kanalbenützungsgebühr mit 25 Prozent Gutschrift auf die Jahresabrechnung 2020, bei Kabel-TV und Internet erfolgt keine Vorschreibung an heimische Privathaushalte und heimische Firmen von April bis Dezember 2020. Dazu kommt der Erlass der Beiträg­e für Kindergarten, Kindergartenbus und Kinderkrippe/Schülerhort/Schülerstube für heimische Kinder von April bis Ende des laufenden Kindergarten-/Schul­jahres im August 2020. Und zu guter Letzt der Erlass der Nutzungsentgelte für Gastgärten für das Jahr 2020.

Zu diesem Zwei-Millionen-Euro-Paket kommen nach aktuellem Stand knapp 1,5 Millionen Euro Mindereinnahmen. „Hier ist die Entwicklung deutlich besser als noch im März befürchtet“, schildert Winkler. Zu Beginn der Pandemie hat die Stadt noch mit Mindereinnahmen in der Höhe von knapp 2,7 Millionen Euro gerechnet.

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Nicht beinhaltet sind in dieser Bilanz die von der Stadt ausgegebenen Konsumgutscheine, hier wurden weitere 70.000 Euro bereitgestellt. Die Gutscheine wurden zu etwa 73 Prozent bereits genutzt. „Eine genaue Bilanz zu den Gutscheinen wird es im Oktober geben, da die Gutscheine noch bis Ende September gültig sind“, sagt Winkler.

Da sich die Mindereinnahmen weniger schlecht entwickelt haben als befürchtet, wurde das Straßenbaubudget für heuer wieder aufgestockt. Dieses war aufgrund der Kris­e gekürzt worden. Dadurch werden 500.000 Euro in diesem Bereich investiert. Das sei auch als Impuls für die Wirtschaft gedacht.


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