Entscheidung auf dem Tisch: Längenfeld und der „leichte“ Schulweg

Nach Jahren des Grübelns liegt nun eine klare Entscheidung über die Zukunft der Längenfelder Bildungseinrichtungen auf dem Tisch.

Symbolbild.
© STOCTANG

Von Thomas Parth

Längenfeld – Seit Beginn dieser Gemeinderatsperiode war rasch allen Mandataren eine Problemlage völlig klar: Die Bildungseinrichtungen in der Gemeinde platzen aus allen Nähten, weitere kinderreiche Jahrgänge werden folgen und eine Lösung dafür wird nicht billig.

Rebecca Kammerlander (Gemeinderätin): „Ein Neubau würde eine Qualitätssteigerung für alle Bildungseinrichtungen bedeuten.“
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Seit vorgestern steht fest, dass die Gemeinde Längenfeld alle ihre Fraktionsschulen behält. Damit ist der Neubau eines Schulzentrums vom Tisch. Stattdessen werden die Schulen in den jeweiligen Ortsteilen zukunftsfit gestaltet. Noch bevor das Gemeindegremium zur Abstimmung überging, legten die Mandatare ihre Argumente vor.

Bildungsreferentin Rebecca Kammerlander hat die Entscheidungsfindung von Beginn an begleitet und plädierte händeringend für den Neubau eines Schulzentrums und damit für den politisch unpopuläreren Weg: „Erstens bedeutet ein Neubau eine Qualitätssteigerung aller Bildungseinrichtungen vom Spatzennest über den Hort bis zu den Schulen. Es wäre auch eine nachhaltige Entscheidung, die das Problem für längere Zeit erledigt.“ Ihr zur Seite sprangen Ulrike Tembler sowie Elisabeth Plevka, aber auch Roland Neurauter.

Richard Grüner (Bürgermeister): „Unser Ziel ist es, dass für die Kinder etwas Ordentliches geschaffen wird, egal, wie heute entschieden wird.“
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BM Richard Grüner fungierte als neutraler Moderator und hatte die Causa bereits vorab zur Gewissensentscheidung aller Mandatare (ohne Fraktionszwang, Anm.) erklärt. Am Ende folgte die große Mehrheit (elf von 17 Bürgervertretern) den Argumenten von Armin Wilhelm und Peter Grüner.

Armin Wilhelm (Gemeinderat): „Meiner Meinung nach hat man die Kindergartenpädagogen und Lehrer zu wenig mit ins Boot geholt.“
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Während Wilhelm ins Treffen führte, dass durch das Schulzentrum mehr Verkehr entstünde und kein Verkehrskonzept vorliege, ärgerte sich Grüner über das zu hinterfragende Finanzierungsthema. „Wir haben in den ersten zwei Jahren viel verloren. Meiner Meinung nach hat man die Kindergartenpädagogen und Lehrer zu wenig mit ins Boot geholt. Bei so einer wichtigen Entscheidung gehören die Experten vor Ort mit eingebunden“, kritisiert Wilhelm.

Nun gelte es, die „nicht leichte Entscheidung“ umzusetzen, schließt BM Grüner.


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