Pilotprojekt bringt kurze Stopps für den Verkehrsfluss in St. Johann

Um dem Verkehrschaos im Norden von St. Johann Herr zu werden, wird ein Pilotprojekt gestartet. Vier Ampeln sollen ein leichteres Einbiegen ermöglichen.

Im Norden von St. Johann sollen ab November vier Ampeln (rote Punkte) installiert werden.
© Land Tirol

Von Michael Mader

St. Johann i. T. – Bis zu 16.000 Fahrzeuge zwängen sich auf der Loferer Straße (B178) täglich durch den Norden von St. Johann, im Süden der Marktgemeinde ist die Situation aber auch nicht viel besser.

Um das dadurch entstehende Chaos in den Griff zu bekommen und die Flüssigkeit des Verkehrs zu verbessern, wurde bereits vor zwei Jahren in Zusammenarbeit mit dem Baubezirksamt Kufstein im Süden der Marktgemeinde ein Ampelsystem installiert.

„Das ist ein Erfolgsprojekt, wir sind sehr zufrieden, wie das funktioniert“, freut sich Jürgen Wegscheider vom Baubezirksamt im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. Leider sei das System nicht für den Norden des Ortes kopierbar, weil dort die Straße viel zu eng sei und Grundablösen hier utopisch wären, merkt Wegscheider an.

Simulationen haben ergeben, dass es aufgrund des wesentlich höheren Verkehrsaufkommens nicht zu einer Verbesserung kommen würde. Die Fahrzeuge hätten laut Wegscheider auf einer Fahrspur nur die Möglichkeit, geradeaus zu fahren oder links und rechts abzubiegen. Aufgrund der Überlastung der B178 Loferer Straße wäre verstärkt mit Staubildungen zu rechnen. Neben dem zu erwartenden Zeitverlust für sämtliche Verkehrsteilnehmer stellt ein Rückstau in die Unterflurtrasse zudem ein Sicherheitsrisiko dar.

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Aus diesem Grund wird nun in Tirol erstmalig versucht, den Verkehr auf der Loferer Straße mit insgesamt vier Ampeln kurzfristig anzuhalten, um ein kurzes Zeitfenster für das Einbiegen des Querverkehrs schaffen zu können. Geplant sind die Ampeln zwischen der nördlichen Ausfahrt der Unterführung und dem Knoten mit der B176 Kössener Straße.

„Dieses Pilotprojekt wird über mehrere Monate laufen. Die über diesen Zeitraum gewonnenen Beobachtungen, Messungen und Erfahrungen der Bevölkerung werden in weiterer Folge ausgewertet und evaluiert, um gemeinsam mit dem Land Tirol die weiteren Schritte festlegen zu können“, heißt es aus der Abteilung Verkehr und Straße des Amtes der Tiroler Landesregierung.

Konkret soll im November gestartet und rund ein halbes Jahr Daten gesammelt werden.

Laut Bürgermeister Hubert Almberger ist eine Verbesserung der derzeitigen Situation dringend notwendig: „Wir haben auch Druck gemacht, dass das heuer noch umgesetzt wird. Die Notwendigkeit sieht ja jeder, die Leute kommen einfach nicht auf die Loferer Straße.“


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