ÖAMTC-Flugrettung mit knapp zehn Prozent mehr Einsätzen

Die ÖAMTC-Flugrettung hat im heurigen Corona-Sommer knapp zehn Prozent mehr Einsätze absolviert. Die 17 Helikopter der Christophorus-Flotte rückten von 1. Juli bis 13. September zu 5.188 Einsätzen aus. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von 9,7 Prozent - mit einem Hubschrauber mehr als 2019. Die Rettungskräfte verzeichneten vermehrt Sport und Freizeitunfälle.

„Auch wenn der Sommer 2020 in vielerlei Hinsicht anders war als in den Jahren zuvor, sind die 17 Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung beinahe ununterbrochen im Einsatz gestanden“, bilanzierte Geschäftsführer Reinhard Kraxner. Seit Ende Mai hat die Flugrettung einen zusätzlichen Hubschrauber, den in St. Michael in der Obersteiermark stationierten Christophorus 17.

Als einsatzstärkstes Bundesland weist die Statistik Niederösterreich mit 1.100 Flugrettungseinsätzen aus, gefolgt von der Steiermark (873 Einsätze) und Tirol mit 747 Einsätzen. Am häufigsten startete der Wiener Notarzthubschrauber Christophorus 9 (457 Einsätze). An zweiter Stelle der Einsatzstatistik rangiert Christophorus Europa 3 aus Suben mit 417 Einsätzen. Einsatzstärkster Tag war Samstag, der 1. August, mit 109 geflogenen Einsätzen, gefolgt von Sonntag, den 9. August, mit 100 Einsätzen.

Die durch das Corona-Virus bedingte Ausnahmesituation ist auch an der ÖAMTC-Flugrettung nicht spurlos vorbei gegangen. „Einerseits haben wir innerhalb unserer Organisation logistische, organisatorische und schulungstechnische Vorkehrungen getroffen, um zu jeder Zeit einen uneingeschränkten Betrieb gewährleisten zu können“, erklärte Kraxner. „Andererseits konnten wir gerade während der Sommermonate eine leichte Verschiebung des Einsatzspektrums beobachten.“

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Besonders auffallend war, dass Einsätze nach internistischen und neurologischen Notfällen im Vergleich zum Vorjahr nur minimal angestiegen sind – nämlich um vier Prozent von 2.142 auf 2.222. Sport- und Freizeitunfälle stiegen gar um 29 Prozent auf 915, Verkehrsunfälle um ein Fünftel auf 484. In Summe flogen die Christophorus-Hubschrauber im Sommer auch 220 Einsätze bei Dunkelheit. „Ganz im Sinne einer optimalen Notfallversorgung sind nicht nur die Crews unserer 24-Stunden-Stützpunkte in Krems und St. Michael mit modernster Nachtsicht-Technologie ausgerüstet, sondern alle“, sagte Kraxner.


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