Maler Sepp Laubner ist tot - Betroffenheit im Burgenland

Der burgenländische Maler Sepp Laubner ist in der Nacht auf Freitag im Alter von 70 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Der gebürtige Eisenstädter war Mitbegründer des Kultur- und Aktionszentrums Cselley-Mühle in Oslip und einer der prominentesten Vertreter der zeitgenössischen Kunst im Burgenland. Sein Tod rief in der Landespolitik Betroffenheit hervor.

Laubner wurde am 25. Oktober 1949 in der burgenländischen Landeshauptstadt geboren. Noch während seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bekam er mit dem Fügerpreis der Akademie seine erste Auszeichnung. Nach dem Studium arbeitete er einige Jahre als Kunsterzieher am Theresianum in Eisenstadt.

1976 gründete er gemeinsam mit dem im Vorjahr verstorbenen Keramikkünstler Robert Schneider das „Kultur- und Aktionszentrum Cselley Mühle“ in Oslip, mit dem österreichische Kulturgeschichte geschrieben wurde. 1997 durfte Laubner den Preis der Burgenlandstiftung entgegennehmen.

Es folgten diverse Ausstellungen im Inland und im Ausland, unter anderem in New York, Brüssel, Paris, Seoul, Venedig und Mailand sowie Teilnahmen bei Kunstmessen in New York, Frankfurt, Dornbirn, Basel und Wien.

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

2019 wurde er mit dem Kulturpreis des Landes Burgenland geehrt. Laubner malte bis zuletzt in seinem Atelier in der Cselley Mühle.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) bezeichnete Laubner als „malenden Botschafter des Burgenlandes“. Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP) würdigte ihn als großen Künstler und großartigen Menschen. „Ein großer Burgenländer hat uns verlassen“, teilte Christian Sagartz, Landesparteiobmann der Volkspartei, mit. Laubner werde dem Burgenland fehlen, so Grünen-Landessprecherin Regina Petrik.


Kommentieren


Schlagworte