Finanzielle Punktlandung beim Bildungszentrum Lans

Elf Mio. Euro flossen in den Neubau im Ortskern. Neben einer modernen Bildungsstätte hat die Gemeinde nun auch endlich einen Dorfplatz.

Kinderkrippe, Kindergarten, Volks- und Musikschule, Bibliothek, Veranstaltungszentrum, Dorfplatz – der aus zwei Baukörpern bestehende Neubau ist so etwas wie die Drehscheibe von Lans.
© Gemeinde Lans/Webhofer

Von Denise Daum

Lans – Strahlender Sonnenschein, fröhliche Kinder und ein elf Millionen Euro teurer Neubau mitten im Dorfzentrum – ohne Kostenüberschreitung und zur Hälfte vom Land Tirol finanziert. Bürgermeister-Herz, was willst du mehr? So gesehen war die Freude von Benedikt Erhard am Freitagvormittag bei der Eröffnungsfeier des Bildungszentrums nachvollziehbar. Der Bürgermeister von Lans hat viel Energie und Herzblut in das Großprojekt gesteckt. Und das Ergebnis kann sich nach zweijähriger Vorarbeit und eineinhalb Jahren Bauzeit sehen lassen.

Mitten im Ortskern entstanden zwei schlichte, elegante Baukörper, verbunden durch einen großzügigen Platz, in denen Volksschule, Kinderkrippe, Kindergarten sowie Hort untergebracht sind.

Die Förderung der Kinder stehe im Fokus des pädagogischen Leitbilds der neuen Bildungsstätte, erklärt Bürgermeister Erhard. „Unser Ziel war die Verbindung von Pädagogik, Bauwerk und Ausstattung. Eine Architektur also, die eine neue Lern- und Teamkultur ermöglicht.“

Realisiert wurde der Bau nach den Plänen des Innsbrucker Architekturbüros Schwärzler, das als Sieger des internationalen Wettbewerbs hervorging.

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Doch nicht nur der Bürgermeister hat eine Freude mit dem Zentrum – auch die Kinder wirken glücklich und winken den Besuchern fröhlich zu. „Die Kleinen finden es voll cool, den Eltern gefällt’s. Und das Arbeiten hier scheint auch ein Vergnügen zu sein. Ich überlege, bei den Mitarbeitern Vergnügungssteuer einzuheben, um den Bau zu refinanzieren“, ist Erhard zu Scherzen aufgelegt.

Apropos Finanzen: Hier gelang eine Punktlandung. Der 2017 beschlossene Kostenrahmen lag bei knapp über 11 Millionen Euro. Und knapp über 11 Millionen betragen nun die Gesamtkosten. Dies trotz Corona-bedingter Verzögerung und gestiegener Baupreise. Begleitet wurde das Projekt von der Abteilung Dorferneuerung des Landes Tirol und der GemNova.

Finanzielle Unterstützung kam natürlich auch vom Land, das insgesamt 5,6 Millionen Euro zuschoss. Für Landesrat Johannes Tratter gut investiertes Geld. Das Bildungszentrum sei „radikal schön“ geworden und habe die Qualität eines Vorzeigeprojekts. „Es zeigt, was Gemeinden mit konsequenter Planung, mit professionellem Projektmanagement und in Zusammenarbeit mit den Experten des Landes und der GemNova zuwege bringen können“, so Tratter.

Mit dem Neubau werden aber nicht nur die Bedürfnisse der Kinder gestillt – die Gemeinde Lans bekommt dank der multifunktionalen Bauweise auch Veranstaltungsräume, eine Bibliothek sowie einen Dorfplatz.


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